Traditionsfirma Varta setzt Rotstift in Baden-Württemberg an

Zu sehen ist das Varta-Hauptgebäude mit geparkten Autos davor in Baden-Württemberg.
Symbolbild © imago/Rust

Sparkurs verschärft: Die Traditionsfirma Varta setzt weiter den Rotstift in Baden-Württemberg an. Hier gibt es alle Details dazu, wie schlecht es um den Batteriehersteller steht.

Diese Meldung schlägt hohe Wellen: Die Traditionsfirma Varta setzt erneut den Rotstift in Baden-Württemberg an. Das steckt hinter den Sparmaßnahmen des Konzerns.

Varta auf Sparkurs

Mit dieser Meldung schockt der bekannte Batteriehersteller ganz Deutschland: Die Traditionsfirma Varta setzt erneut den Rotstift an. Offiziell heißt es aus Ellwangen in Baden-Württemberg, dass die Varta AG ihr Restrukturierungskonzept aktualisiere. Nachdem das Unternehmen erst 2023 bekannt gegeben hatte, dass 800 Stellen abgebaut werden müssen, gibt diese Nachricht wiederholt Anlass zur Sorge. Schon im vergangenen Jahr ließen die Umsatzzahlen stark zu Wünschen übrig. Die sinkende Nachfrage zieht sich seither wie ein roter Faden durch die Verkaufszahlen in allen Bereichen des Unternehmens. Hinzu kam im Februar eine Cyberattacke, welche die Produktionsstätten für Wochen außer Gefecht setzte. Die unmittelbare Folge ist: Die Traditionsfirma setzt wieder einmal den Rotstift an.

Zukunft ungewiss

Wie genau das vonstattengehen soll, ist bisher jedoch ungewiss. Klar ist aber, dass die Beschäftigten bei Varta wie schon im letzten Jahr wieder um ihren Job bangen müssen. Um diesbezüglich für ein wenig Ruhe zu sorgen, betonte Unternehmens-Pressesprecher Dr. Christian Kucznierz, dass man 2023 unter der Ankündigung von 800 abzubauenden Stellen blieb. Im Rahmen eines Freiwilligenprogramms konnte man damals ausreichend sozialverträgliche Lösungen für das Personal finden, sodass man weniger Stellen als zunächst gedacht kürzen musste. Wie die neuen Sparmaßnahmen in 2024 stattdessen in Ellwangen, Dischingen und Nördlingen aussehen sollen, bleibt anhand solcher Aussagen noch abzuwarten. Die vollständige Finanzsanierung, die für 2026 prognostiziert wurde, scheint allerdings immer unwahrscheinlicher.

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Aktie im Keller

Obwohl die Zukunft des Traditionsunternehmens noch nicht klar abzusehen ist, führte die Ankündigung prompte Konsequenzen herbei. Die Varta-Aktie fiel nach der Veröffentlichung der neu geplanten Sparmaßnahmen rapide auf 9,12 Euro und am vergangenen Montag schließlich auf das Rekordtief von 8,84 Euro. Kein Vergleich zum Allzeithoch im Januar 2019, bei dem der Preis pro Aktie bei 171,90 Euro lag. Es bleibt spannend, wie sich der Aktienmarkt weiterentwickeln wird.