Wohl teuerste Straße Deutschlands führt durch Baden-Württemberg

Befahrene Autobahn mit Skyline Aussicht in Wien
Symbolbild © istockphoto/dmf87

Die teuerste Straße Deutschlands befindet sich in Baden-Württemberg. Der Bau der Ortsumfahrung hat mehr als 200 Millionen Euro gekostet. Damit hält sie den unangefochtenen Rekord.

Laut Schätzungen des Statistischen Bundesamtes leben mittlerweile mehr als 84 Millionen Menschen in der Bundesrepublik Deutschland. So viele Einwohner möchten sich fortbewegen, und das Auto ist nach wie vor das bevorzugte Fahrzeug zu diesem Zweck. Infolgedessen erklärt sich, dass vor allem die großen Metropolen und deren Vororte in Hinblick auf den Verkehr maßlos überlastet sind. Ein Paradebeispiel dafür war sehr lange die Bundesstraße 29 bei Stuttgart, welche gleich drei verschiedene Autobahnen miteinander verbindet. Um die Situation zu entschärfen und den Verkehr zu entlasten, hat man sich kürzlich dazu entschieden, einen Tunnel zu bauen. Genau dieser hält den Rekord, denn die neue Ortsumfahrung ist mit einem Investment von über 200 Millionen Euro die teuerste Straße Deutschlands.

Weniger Stau

Die teuerste Straße Deutschlands befindet sich im Ostalbkreis Schwäbisch Gmünd bei Stuttgart. Da sowohl die Autobahnen A 7 und A 8 als auch die A 81 durch den Ort verlaufen, hatte er in den vergangenen Jahren mit einem extrem hohen Verkehrsaufkommen zu kämpfen. Medienberichten zufolge fuhren an vollen Tagen bis zu 40.000 Autos durch den Ort.

Lesen Sie auch
Gemeinde in Baden-Württemberg liegt gleichzeitig in zwei Ländern

Alle, die auf die Strecke angewiesen sind, haben hier sicherlich schon viele Stunden wartend verbracht. So entschied man sich, den Knotenpunkt mit einer Umgehungsstraße zu entlasten und den sogenannten Einhorn-Tunnel zu bauen, welcher einen Großteil der Fahrzeuge unter der Stadt durchführt.

Ganz schön teuer

Der Bau des über 100 Meter tiefen Einhorn-Tunnels hat insgesamt mehr als fünf Jahre in Anspruch genommen. Er verzeichnet eine Gesamtlänge von 2,2 Kilometern und hat eine Breite von 10,5 Metern. Das unterirdische Projekt beeindruckt jedoch nicht nur durch seine Maße, sondern auch durch seine Kosten. Denn der Einhorn-Tunnel in Schwäbisch Gmünd ist die mit Abstand teuerste Straße Deutschlands.

Für den Bau der Ortsumfahrung wurden insgesamt 280 Millionen Euro investiert. Damit hebt er sich definitiv von den anderen Tunneln der Republik ab und hat auch direkt den passenden Namen erhalten. Der Begriff „Einhorn“ im Namen macht auf Anhieb klar, dass es sich dabei um ein einzigartiges Projekt handelt. Zu verdanken hat er die Bezeichnung allerdings nicht den Umständen, sondern dem Wappen der Stadt, auf dem das Fabelwesen zu sehen ist.