Anwohnerparken in Karlsruhe wird drastisch ausgeweitet

Ein Parkautomat an einer Straße.
Symbolbild © istockphoto/Sheviakova kateryna

Die Fächerstadt soll wohl bald autofrei werden. Zumindest das Anwohnerparken wird in Karlsruhe drastisch ausgeweitet. Dafür bleibt die Gebühr vorerst bei den alten 180 Euro.

Einige Karlsruher Autobesitzer halten es vielleicht für zumutbar, in der Innenstadt zu parken, wenn die Gebühr bei 180 Euro im Jahr bleibt. Die Unionsfraktion hatte einen Antrag gegen eine geplante Erhöhung der Kosten für das Anwohnerparken auf 360 Euro gestellt. Das Resultat: Die alte Gebühr bleibt, dafür kommen eventuell Parkflächen in weiteren Stadtgebieten hinzu.

Anwohnerparken in Karlsruhe soll großflächiger werden

Derzeit zahlen Anwohner für einen Parkschein 180 Euro im Jahr. Dafür dürfen sie ihr Auto auf ausgewiesenen Parkplätzen abstellen. Vorübergehend lag ein neuer Antrag vor, der die Gebühren auf 360 Euro anheben wollte. Dieser wurde abgelehnt, jedoch sollen im Gegenzug die Anwohnerparkplätze weiter ausgebaut werden. Die Voraussetzungen dafür prüft man derzeit. Das Stadtplanungsamt ist nach offiziellen Angaben dabei, die aktuelle Parksituation zu analysieren.

Untersuchung eingeleitet: Anwohnerparken in Karlsruhe

Im Kern geht es darum, den Parkraum genauer zu untersuchen. Ein neues Instrument der Stadtverwaltung ist die Ausweitung der Bewohnerparkzonen in Karlsruhe. Derzeit werden beispielsweise Stadtteile wie die Südstadt untersucht. Dabei geht es um eine sinnvolle Aufteilung, von der auch die Gewerbetreibenden und Institutionen in der Stadt profitieren können. Ohne die Unterstützung des Gemeinderats wären die aktuellen Maßnahmen nicht durchsetzbar. Durch die Ausweitung der Parkzonen erhofft man sich eine Reduzierung des Autoverkehrs in Karlsruhe.

Weniger Autos in der Innenstadt von Karlsruhe

Im Gemeinderat ist man derzeit der Meinung, dass die Gebühr von 360 Euro nicht einmal zu hoch wäre. Man müsse sie mit dem Wert des Straßenraums für Karlsruhe vergleichen, heißt es von offizieller Seite. Im Gegenzug sei es nicht fair gegenüber Bürgern, die kein Auto besitzen würden, wenn man kostenlose Parkmöglichkeiten schaffen würde. Denn die Plätze, die man so für Autos freimachen würde, wären für diejenigen nicht nutzbar, die schon heute auf ihr Auto verzichten und zum Beispiel auf Konzepte wie Carsharing zurückgreifen würden. Grundsätzlich bleibt die Diskussion schwierig. Fest steht: Für viele Bürger, die auf ihr Auto angewiesen sind, würde eine Erhöhung der Parkgebühren eine erhebliche Belastung darstellen.