Aus: Karlsruhe schließt mehrere traditionelle Kultureinrichtungen

Eine Baustelle am Karlsruher Staatstheater.
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Karlsruhe schließt gleich mehrere traditionelle Kultureinrichtungen. Und das Ganze hat sogar einen besonderen Grund. Denn diese Maßnahmen bringen zugleich auch Bewegung in die ganze Stadt. Die Bürger brauchen wieder starke Nerven.

Gerade in den letzten Jahren ist vielleicht mehr passiert als je zuvor. Karlsruhe schließt mehrere traditionsreiche Kultureinrichtungen und will damit einen Umbruch einleiten. Zwei neue Großbaustellen sind die Folge. An dieser Stelle fragen sich wahrscheinlich viele, ob Karlsruhe nicht schon genügend Baustellen hat.

Karlsruhe schließt mehrere traditionelle Kultureinrichtungen

Manchmal hat man das Gefühl, dass es besser wäre, die Pausetaste zu drücken, wenn es um das Lebensgefühl in Karlsruhe geht. Kaum eine andere Stadt in Deutschland hat so viele Baustellen. Das stellt Einzelhändler, Gewerbetreibende, Gastronomen und Kulturschaffende Jahr für Jahr vor Probleme. Schließlich muss die Stadt für Besucher attraktiv bleiben, um wirtschaftlich überleben zu können. Nun schließt Karlsruhe mehrere traditionsreiche Kultureinrichtungen.

Geschlossene und schließende traditionelle Kultureinrichtungen in Karlsruhe

Doch der Reihe nach. Die Staatliche Kunsthalle Karlsruhe wurde ab 2021 geschlossen. Grund dafür waren dringend notwendige Sanierungs- und Umbauarbeiten. Ein Jahr später folgte das Badische Staatstheater, das man derzeit ebenfalls saniert. Indessen kommt die dritte Baustelle hinzu. Im Jahr 2025 soll das Landesmuseum komplett geschlossen werden. Es ist im Karlsruher Schloss untergebracht. Auch hier sollen dringend notwendige Sanierungsmaßnahmen durchgeführt werden. Das klingt an dieser Stelle relativ logisch, denn wenn die Sanierung vernachlässigt wird, steht die Zukunft der Kultureinrichtungen auf dem Spiel. Dennoch häufen sich derzeit die Schließungen in Karlsruhe. Das sind die drei bekannten kulturellen Leuchttürme Karlsruhes, die aller Voraussicht nach nur noch eingeschränkt nutzbar sein werden.

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Umbruch und Neuausrichtung von Kunst und Kultur

Völlig neu positioniert sich derweil das Zentrum für Kunst und Medien, kurz ZKM, in Karlsruhe. Der Brite Alistair Hudson steht an der Spitze und sorgt für neue wissenschaftlich-künstlerische Programme. Auch die Kunsthalle Karlsruhe hat mit Frédéric Bußmann einen neuen Direktor. Grundsätzlich sieht auch der Oberbürgermeister eine große Chance, die Stadt neu zu positionieren. Es gibt viele kreative Nutzungsmöglichkeiten und diverse kulturelle Programme, die auch während der Bauphasen weitergeführt werden.