Bei Eiseskälte: Menschen schwimmen im Baggersee in Karlsruhe

Mann in eisigem Wasser
Symbolbild © istockphoto/grinvalds

Dieses Jahr sprangen mehr als 100 Menschen bei bitterer Kälte in den Grötzinger Baggersee. Dadurch sorgten sie für eine besondere Attraktion, die jede Menge Schaulustige anlockten.

Das Spektakel, für das die 114 kälteresistenten Schwimmer gesorgt haben, hat sich in der gesamten Region herumgesprochen. Bei einer Wassertemperatur von gerade einmal sieben Grad Celsius würden wohl wenige auf die Idee kommen, im Grötzinger Baggersee zu baden.

Eisbad der besonderen Art

Zum alljährlichen Neujahrsschwimmen versammelten sich in diesem Jahr 114 Schwimmer, um das Besondere zu wagen, das sich nicht jeder traut. Die Freiwilligen haben sich vorab beim DLRG Durlach angemeldet. In den letzten Jahren hat das Schwimmen nicht stattgefunden. Die Corona-Pandemie machte ein derartiges Ereignis nicht möglich.

Der Baggersee befindet sich nördlich von Grötzingen. Laut Organisationschef Robyn Hermann sollen die Teilnehmer nach dem Schwimmen durch die Zielschleuse gehen. So können die Verantwortlichen feststellen, ob wirklich alle Schwimmer wieder aus dem Wasser gekommen sind. Diese Ansage machte der Organisationschef an alle Teilnehmer vor dem Neujahrsschwimmen.

Einsatzkräfte des DLRG vor Ort

Während einige bis auf 100 Meter zum Rettungsboot schwimmen und umkehren, wagen sich andere nur langsam in das eiskalte Wasser. Die gesamte Aktion wurde überwacht von dem DLRG. 20 Minuten nach dem Start befanden sich immer noch Schwimmer im Wasser. Scheinbar hatten sie wenig Lust, aus dem eisigen Wasser zu steigen.

Einige Schwimmer sehen dies als gute Familientradition an. Vor Ort zu sehen waren 13 Einsatzkräfte des DLRG, die ihre typische Uniform trugen. Sie bauten einen Informationsstand und zwei Umkleidezelte auf. Außerdem standen direkt am See vier Fahrzeuge zur Verfügung. Laut eigener Aussage ist dieses Event für den DLRG ein guter Anlass, um sich der Öffentlichkeit zu präsentieren.

Viele Schaulustige am Baggersee

Neben den insgesamt 114 Schwimmern kamen ungefähr 300 Schaulustige, um dem Treiben am See zuzusehen. Einige versammelten sich für ein Picknick. Schließlich war das Wetter an diesem Tag alles andere als frostig.