Engpässe könnten drohen: Niedrigwasser am Rhein Karlsruhe

ARCHIV - Foto von Ikar.us - Eigenes Werk, CC BY 3.0 de, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=10841806

Karlsruhe Insider: Wenig Wasser im Rhein.

Die Wassermengen, die derzeit den Rhein herunterlaufen, sind nicht gerade üppig. Es kann sogar unter Umständen passieren, dass die Binnenschifffahrt eingestellt werden muss, weil die Pegelstände die Fahrt von schwer beladenen Frachtschiffen derzeit nicht zulassen.

Der Rhein ist mit seinen 1.233 Kilometern Länge zwar nur der zweitlängste Fluss in Deutschland, dafür aber die wichtigste Transportroute in Europa.

Extrem niedrige Pegelstände

Aktuell jedoch wirkt der Rhein fast wie ein Rinnsal, er führt nur sehr wenig Wasser. Mancherorts wurden sogar die bislang tiefsten Pegelstände unterschritten.

Der bekannte Mäuseturm in Bingen ist derzeit zu Fuß zu erreichen, es stört kein Rheinwasser mehr den Übergang zur bekannten Sehenswürdigkeit. Ein Zeichen, wie ernst die Lage am Rhein ist. Das Portal des elektronischen Wasserstraßen-Informations-Service (Elwis) zeigt bei Bingen einen Pegel von gerade einmal 51 Zentimeter an. Das Rekordtief stammt aus dem Jahr 1985, als der Rhein zu dieser Zeit lediglich 38 Zentimeter an seiner tiefsten Stelle hatte.

Lesen Sie auch
"Ärger": Beliebtes Ausflugsziel bei Karlsruhe bleibt geschlossen

Besonders betroffen: der Niederrhein

Ganz besonders schlimm ist die Sache am Niederrhein, wo der Pegel bei Emmerich auf gerade vier Zentimetern steht. Somit ist der bisherige Tiefstwert von sieben Zentimetern aus dem Jahr 2018 noch unterboten worden.