Flugtaxi-Firma bei Karlsruhe vorm Aus – „Sollte der Renner werden“

Ein Volocopter hebt ab in die Lüfte - er geht auf einen seiner ersten Testflüge an einem schönen Tag, mit blauem Himmel. Im Hintergrund befindet sich eine Halle und ein Wald mit Bäumen.
Symbolbild © imago/ZUMA Wire

So hatte man sich das sicher nicht vorgestellt. Eine Flugtaxi-Firma bei Karlsruhe steht vor dem Aus. Inzwischen steckt das Unternehmen tief in der finanziellen Krise. Für die Zukunft sieht es nicht gut aus.

Aktuellen Medienberichten zufolge steht die Flugtaxi-Firma bei Karlsruhe vor dem Aus. Dabei war das Unternehmen in den vergangenen Jahren stark gewachsen. Nun machen sich zunehmend finanzielle Probleme bemerkbar. Demnach soll das Unternehmen selbst auf die Hilfe anderer Gesellschafter sowie auf staatliche Hilfen angewiesen sein. So kann es nicht weitergehen.

Flugtaxi-Firma bei Karlsruhe vorm Aus

Angefangen hat alles in Bruchsal, in einer kleinen Werkstatt. Daraus ist dann Schritt für Schritt ein großes Unternehmen geworden. Jetzt aber die Kehrtwende: Die Flugtaxi-Firma bei Karlsruhe steht vor dem Aus. Das mag auch daran liegen, dass es noch keine serienmäßigen Taxis gibt, die regelmäßig durch die Lüfte fliegen. Geschäftsführer Dirk Hoke brauche jetzt eine kräftige Finanzspritze für die Entwicklung der Fahrzeuge und für sein Unternehmen, heißt es in aktuellen Berichten. Dabei sollen Anteilseigner aus China wie der Autokonzern Geely ebenso einspringen wie die Gründer von Mercedes-Benz.

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Bürgschaft ausgeschlagen: Finanzspritze notwendig

Es besteht auch noch Hoffnung auf staatliche Hilfe in Form einer Bürgschaft. Diese muss allerdings 100 Millionen Euro betragen, damit es weitergehen kann. Derzeit soll das Unternehmen bereits in Verhandlungen mit dem Bundesverkehrsministerium stehen. In Baden-Württemberg hatte das Unternehmen kein Glück, hier wurde eine entsprechende Bürgschaft abgelehnt. Jetzt ist das Unternehmen mit seinem Antrag nach Bayern gegangen.

Keine Musterzulassung von der EU

Die Ziele waren hochgesteckt, denn zu den Olympischen Spielen in Paris wollte man den Volocopter auf den Markt bringen. Die fliegenden Taxis sollten die Besucher in die jeweiligen Austragungs- und Sportstätte bringen. Doch diese Hoffnung zerschlug sich schnell. Lediglich einige PR-Flüge mit Politikern konnte man organisieren. Serienmäßig werden hier jedoch keine Taxis fliegen. Was bis heute fehlt, ist eine Musterzulassung, die von der Europäischen Agentur für Flugsicherheit erteilt wird. Auch der aktuelle Testbetrieb hat wohl nicht zu einer entsprechenden Musterzulassung geführt. So steht das Unternehmen nun mit dem Rücken zur Wand.