Immobilienblase droht zu platzen: Tiefstand in Karlsruhe erreicht

Ein neues Wohnviertel in der Stadt.
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Die Kauffälle in Karlsruhe haben einen historischen Tiefstand erreicht. Jetzt droht die Immobilienblase zu platzen. Immer weniger Menschen können sich noch Wohneigentum leisten.

Auf dem Immobilienmarkt tut sich viel. Erst kürzlich hat Karlsruhe einen historischen Tiefstand bei den Käufen von Immobilien erreicht. Nun droht die Immobilienblase zu platzen. Ausschlaggebend dafür ist die Preisentwicklung auf dem gesamten Markt für den Kauf von Grundstücken, Eigentumswohnungen und Häusern.

Immobilienblase droht zu platzen – Käufe rückläufig

Ein historischer Tiefstand wurde 2022 auf dem Markt für Grundstücke, Häuser und Eigentumswohnungen bei den Kauffällen erreicht. Insgesamt gab es nur noch 1.930 Käufer. Im Vergleich zum Vorjahr sank die Anzahl der Käufer um 321. Auch beim Wertumsatz ist ein Rückgang von 1,32 auf 1,235 Milliarden Euro zu verzeichnen. Dennoch kann auch hier Entwarnung gegeben werden, denn der gesamte Wertumsatz lag im Jahr 2014 bei gerade einmal 752 Millionen. Im Gegensatz dazu soll beim Flächenumsatz ein Plus stehen. Verantwortlich dafür sind vor allem Kaufverträge mit hohen Kaufpreisen und großen Flächen.

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Unbebaute Grundstücke werden seltener verkauft. Vor allem die Zahl der baureifen Grundstücke ist zurückgegangen. Dies ist aber nicht nur für Karlsruhe symptomatisch, sondern auch für viele andere Städte. Auch bei den bebauten Grundstücken geht der Trend zu höheren Preisen und weniger Kauffällen. Im Durchschnitt koste ein Ein- bis Zweifamilienhaus rund 760.000 Euro. Dies entspricht einem weiteren Preisanstieg im einstelligen Prozentbereich. Ähnlich hohe Preise werden auch im Segment der gebrauchten Ein- und Zweifamilienhäuser fällig. An dieser Stelle fragen sich viele Bürger zu Recht, wer sich das eigentlich noch leisten kann.

Allerdings sei der Teilmarkt des Wohnungs- und Teileigentums derzeit stark in Bewegung. So ist hier in der zweiten Jahreshälfte 2022 ein Preisrückgang zu verzeichnen. Jedoch geht auch die Zahl der Käufe von Eigentumswohnungen weiter zurück. Viele fragen sich, wann die Immobilienblase in Karlsruhe platzen könnte. Viele Familien oder Kaufinteressenten scheuen sich derzeit, ihr Geld in Wohneigentum zu investieren. Die zum Teil sehr hohen Zinsen sind dafür ebenso verantwortlich wie die gestiegenen Kosten für Bauleistungen.