Nach KSC-Spiel: Beamte stürmen Wohnungen in Karlsruhe

Karlsruher SC-Fans im Wildparkstadion
Symbolbild Foto: Detlef Johnssen, CC BY-SA 4.0, Wikimedia Commons

Ein Vorfall mit Pyrotechnik war der Anlass. Nach einem KSC-Spiel untersuchte die Polizei einige Wohnungen in Karlsruhe.

Nach dem Pyro-Eklat beim Spiel des KSC gegen St. Pauli untersuchte die Polizei am Dienstag Wohnungen in Karlsruhe, Baden-Baden, im Landkreis Rastatt sowie Ortenaukreis. Dabei stellte sie einige Beweismittel sicher.

Die Razzien begannen um 6:00 Uhr und endeten um 9:30 Uhr. Dies sind die Angaben der Behörden. Staatsanwälte und Polizeibeamte durchsuchten mehrere Wohnungen in der Region. Im Rahmen dessen, stellten sie diverse Beweismittel sicher, darunter auch pyrotechnische Gegenstände und Vermummungsmaterialien. Das bestätigte ein Sprecher.

Wohnungsdurchsuchungen sind Teil der Ermittlungen

Diese Ermittlungen leitete die Polizei nach dem massiven Abbrennen pyrotechnischer Gegenstände am 12. November im Wildpark-Stadion ein. Der Karlsruher SC stellte damals Anzeige gegen Unbekannt und sagte den Ermittlern uneingeschränkte Unterstützung zu.

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Damals wurden auf der Südtribüne kurz vor Spielbeginn der Zweitligabegegnung zwischen dem KSC und dem FC St. Pauli bengalische Fackeln, Rauchtöpfe, Böller und Silvesterraketen aus offenbar selbst gebauten Abschussvorrichtungen gezündet. Dies hatte teilweise erhebliche Folgen für einige Stadionbesucher. Durch die Rauchgase wurden Polizeiangaben zufolge mindestens elf Stadionbesucher, darunter auch ein Kind, verletzt.

Die Verletzten erlitten unter anderem Atemprobleme, Augenbrennen, starke Hustenanfälle, Halskratzen, Kopfschmerzen und Übelkeit. Bei einer Person soll das Einatmen der Rauchgase sogar zu einem Verlust von sieben Prozent der Lungenkapazität geführt haben.