Nach Restaurants: Bekannter Kiosk landet auf Karlsruher Ekelliste

Ein Kiosk mitten in der Stadt. Die Kunden können dort Erfrischungsgetränke, Eis, Süßigkeiten, Zeitschriften und Magazine kaufen, die gesamte Ausflüge kann man von außen sehen und sofort mitnehmen und bezahlen.
Symbolbild © istockphoto/nedomacki

Ein bekannter Kiosk steht seit einiger Zeit auf der Karlsruher Ekelliste. Der Grund: Der Verkauf von verbotenen Produkten. Die Betreiber sind nicht nur verärgert. Sie weisen die Vorwürfe auch zurück.

Tatsächlich gibt es in Baden-Württemberg eine öffentliche Liste, die jeder Bürger einsehen kann. In diese Liste trägt die Lebensmittelkontrolle alle Gaststätten und gastronomischen Betriebe ein, die bei Kontrollen besonders negativ aufgefallen sind. Mit anderen Worten: Wer seinen Betrieb wegen mangelnder Hygiene schließen musste, riskiert einen Eintrag in die Karlsruher Ekelliste. Nach mehreren Restaurants und Cafés landet nun auch ein bekannter Kiosk auf der Ekelliste.

Bekannter Kiosk landet auf Karlsruher Ekelliste

Viele kennen die berüchtigte Karlsruher Ekelliste. Kein Gastronom oder Unternehmer möchte seinen eigenen Betrieb dort wiederfinden. In letzter Zeit haben wir vor allem über Cafés, Bäckereien oder auch Restaurants berichtet, die auf der Liste gelandet sind. Doch jetzt ist ausgerechnet ein bekannter Kiosk auf der Karlsruher Ekelliste zu finden. Ungeziefer und Schmutz sind nicht einmal die Ursache. Grund ist, dass der Betreiber in seinem Kiosk Dinge verkauft, die so nicht erlaubt sind. Die Kontrolle fand am 19. März statt. Es geht um den Kiosk Edessa in der Amalienstraße in Karlsruhe. Und zwar verkauft dieser Kiosk Nikotintütchen. Viele wissen gar nicht, worum es sich dabei handelt.

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Das sind Nikotinbeutel, in denen kein Tabak enthalten ist. Diese Pouches legt man sich unter die Oberlippe. Dann gibt der Beutel seine Inhaltsstoffe ab, die so in den Körper gelangen. Neben Nikotin sind verschiedene Aromen, Salz, Feuchthaltemittel und Wasser enthalten. Die Aufsichtsbehörde hat jedoch genau diese Nikotinbeutel als gesundheitsschädlich eingestuft hat. Deshalb sind die Beutel in Deutschland nicht zum Verkauf zugelassen. Das lässt sich der Kioskbetreiber nicht gefallen. Er legt Widerspruch ein. Angeblich habe ein Mitarbeiter die Tüten im Laden gelagert, um sie für sich selbst zu verbrauchen. Sie würden nicht zum Verkauf angeboten. Wie das Ganze ausgeht, werden die nächsten Monate zeigen.