Offiziell genehmigt: Karlsruhe bekommt neue Fahrradautobahn

Die neue Fahrrad-Autobahn in Karlsruhe mit mehreren Fahrspuren
Symbolbild

Karlsruhe bekommt eine neue, über zwanzig Kilometer lange Fahrradautobahn. Die Genehmigung des Verkehrsministeriums liegt nun offiziell vor. Zeit, das Projekt genauer unter die Lupe zu nehmen. Dieses Vorhaben wird jedoch Jahre dauern.

In Karlsruhe und Rheinstetten führt die Vorzugsvariante des neuen Radschnellwegs entlang der B36. Im Bereich Durmersheim, Bietigheim und Ötigheim soll der bisherige Weg auf der Ostseite der Neubaustrecke der Deutschen Bahn zur neuen Radautobahn werden. Zwischen Ötigheim und Rastatt führt der Radschnellweg dann wieder entlang der Westseite der B36. Die Planfeststellung liegt bereits vor. Nächstes Jahr soll die neue Fahrradautobahn, auf der künftig nur noch Zweiräder fahren dürfen, kartiert werden. Das hat das Regierungspräsidium nun offiziell mitgeteilt.

Karlsruhe bekommt neue Fahrradautobahn

Außerdem beginnt die Bearbeitungsphase für die Verkehrs- und Straßenplanung im Zusammenhang mit der neuen Fahrradautobahn. Im Wesentlichen geht es darum, die einzelnen Abschnitte zu untersuchen, um Fehlerquellen auszuschließen. Möglicherweise können einzelne Abschnitte der Radschnellverbindung auch schneller realisiert werden. Es ist zudem denkbar, dass sich bereits existierende Querungen und andere bestehende Bauwerke für das Vorhaben nutzen lassen.

Bis der gesamte Radschnellweg fertig ist, wird es noch einige Zeit dauern. Die Entwurfsplanung soll jedoch im Frühjahr 2025 abgeschlossen sein. Danach folgen alle Genehmigungen und die Ausführungsplanung. Der früheste Baubeginn ist also nicht vor 2026.

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Großprojekt: Planung und Umsetzung der neuen Fahrradautobahn

Es ist immer wieder erstaunlich, wie lange solche Großprojekte dauern. Aber Bauvorhaben in Millionen- und Milliardenhöhe muss man so detailliert ausarbeiten, denn ein Fehler könnte die Stadt Karlsruhe teuer zu stehen kommen. Durch die Einrichtung des 21 Kilometer langen Radschnellweges will man erreichen, dass noch mehr Radfahrer auf das Fahrrad umsteigen und das Auto stehen lassen. Schließlich können so auch Berufspendler bequem und schnell zur Arbeit kommen.

Bis es aber so weit ist und Karlsruhe die neue Fahrradautobahn hat, gilt es erst einmal, sich in Geduld zu üben und die bestehenden Systeme mit dem Zweirad zu nutzen. Es ist davon auszugehen, dass im kommenden Jahr noch mehr Menschen auf das Fahrrad umsteigen und das Auto stehen lassen werden. Schließlich steigen in den nächsten Monaten die Kosten für Benzin und Unterhalt der motorisierten Fortbewegungsmittel an.