PETA kritisiert: Eisbär aus dem Karlsruher Zoo einfach abgegeben

Karlsruhe bekommt einen neuen Eisbären
Foto: Stadt Karlsruhe

Die Organisation PETA kritisiert jetzt den Karlsruher Zoo für eine bestimmte Entscheidung. Denn ein Eisbär aus dem Karlsruher Zoo wurde einfach so abgegeben und zog in ein anderes Land.

Offensichtlich wurde Kritik laut, als bekannt wurde, dass der Karlsruher Zoo einen Eisbären aus dem Zoo einfach abgegeben hat. Es handelt sich um den Eisbären Lloyd, der nach Ungarn umgezogen ist. Die Tierrechtsorganisation PETA hatte in diesem Zusammenhang immer wieder vor der schlechten Haltung der Tiere vor Ort gewarnt.

Traurig: Eisbär aus Karlsruher Zoo einfach abgegeben

So zeigte sich der bisher in dem ungarischen Zoo gehaltene Eisbär „Fiete“ in einem äußerst schlechten Zustand. Bei ihm konnten Verhaltensstörungen festgestellt werden. Für PETA ein Grund, die „Erhaltungszucht“ für tierschutzwidrig zu erklären und sich für einen Zuchtstopp auszusprechen.

Doch zurück zum Anfang: Es geht um Eisbär Lloyd, der vor wenigen Tagen in den Zoo Sóstó in Ungarn zurückgekehrt ist. Zuvor war er für einige Zeit im Zoologischen Stadtgarten in Karlsruhe zu Hause. Jetzt werden kritische Stimmen der Tierrechtsorganisation PETA laut, die sich auf die Bedingungen beziehen, unter denen der Eisbär in Zukunft in Ungarn leben muss. Denn dort gibt es bereits einen Eisbären namens Fiete, dem es offensichtlich nicht wirklich gut geht. In einem Video hat PETA Deutschland das auffällige Verhalten des Tieres dokumentiert und veröffentlicht.

 

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Auffälliges Verhalten bei Fiete

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Fiete erblickte vor einigen Jahren in Rostock das Licht der Welt und war dort der Liebling vieler Besucher. Sieht man sich nun die Aufnahmen des Tieres an, bekommt man ein flaues Gefühl im Magen. Die Bewegungen des Eisbärs wirken sehr stereotyp. So läuft Fiete immer wieder im Gehege auf und ab und dreht dabei seinen Kopf unnatürlich stark zur Seite. Kurz nachdem PETA das Video in den sozialen Netzwerken veröffentlichte, gab der Rostocker Zoo an, dass der Eisbär seiner Meinung nach aus dem ungarischen Zoo herausgeholt werden sollte.

Offene Kritik der Tierrechtsorganisation PETA

Die eigentliche Kritik der Tierschutzorganisation richtet sich gegen das Hin und Her, unter dem die Eisbären offensichtlich leiden. Für PETA ist die Erhaltungszucht keine angemessene Lösung, um eine Population zu stabilisieren oder bedrohte Tiere zu schützen. Denn wie dieser Fall zeige, werde es nie gelingen, den Eisbären auszuwildern. In erster Linie profitiere man nur von diesen Tieren, heißt es vonseiten der Tierschützer.

Bis jetzt hat der Karlsruher Zoo zum aktuellen Fall Lloyd keine Stellung bezogen. Eines ist aber sicher: Der Abschied fiel den Mitarbeitern und Besuchern in Karlsruhe nicht leicht. Früher einmal hat man in Karlsruhe selbst Eisbären gezüchtet, was aber aufgrund des zu kleinen Geheges wohl nicht mehr möglich ist.