Pyro-Aktion im Stadion: Karlsruher SC muss Mega-Strafe bezahlen

Anhängen zünden Pyro im Stadium.
Symbolbild

Eine unschöne Pyro-Aktion im Stadion führt zu einer hohen Strafe für den Karlsruher SC. Das hätte nicht sein müssen.

Nach der letzten heftigen Pyro-Aktion im Stadion droht dem Karlsruher SC eine Strafe von 50.000 Euro. Das Urteil des DFB-Sportgerichts ahndet das Fehlverhalten beim Heimspiel des KSC gegen St. Pauli.

Verantwortungslose Pyro-Aktion im Stadion des Karlsruher SC

Am 12. November spielte der Karlsruher SC gegen den FC St. Pauli. Während des Spiels haben Fans auf der Südtribüne der Fußballarena Pyrotechnik gezündet. Das Ganze nahm enorme Ausmaße an, zahlreiche Menschen wurden verletzt. Außerdem konnte das Spiel erst mit erheblicher Verspätung beginnen. Schon damals war klar, dass das DFB-Sportgericht dieses Verhalten ahnden würde. In einem Einzelrichterverfahren wurde der Karlsruher SC nun zu einer Geldstrafe von 50.000 Euro verurteilt.

Ermittlungen gegen Täter laufen

Eigentlich ist der Verein noch mit einem blauen Auge davongekommen. Denn der ursprüngliche Strafantrag sah laut DFB-Kontrollausschuss sogar einen sechsstelligen Betrag vor. Diesem Vorwurf hat der Verein nach eigenen Angaben widersprochen. Im Gegenzug sei man bemüht, den Sachverhalt lückenlos aufzuklären. Zudem habe man großes Engagement in der Aufklärung mit den Ermittlungsbehörden gezeigt. Nach einer offiziellen Stellungnahme des Geschäftsführers Michael Becker, distanziert man sich deutlich von der Pyro-Aktion im Stadion und den damit verbundenen Vorfällen. Der gesamte Verein verurteilt das Verhalten der Zuschauer.

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Maßnahmen nach Pyro-Aktion: So geht es beim KSC weiter

Derzeit findet laut Aussage des Geschäftsführers ein gegenseitiger Austausch mit den Ermittlungsbehörden statt. Man sei bemüht, die unschönen Vorfälle aufzuarbeiten. Diese Anstrengung wurde vom DFB bei der Urteilsfindung anerkannt und führte zu einer deutlich geringeren Strafe. Nun muss der Verein 50.000 € zahlen, das Fehlverhalten der Täter wiegt also schwer. Zudem werden in Zukunft zusätzliche Maßnahmen zur Sicherheit aller eingeleitet. Diese werden ab der Rückrunde umgesetzt. Das neue Sicherheitskonzept wird in Zusammenarbeit mit dem Ordnungsamt, dem Bürgeramt und der Polizei Karlsruhe ständig bewertet, damit alle Zuschauer ein sicheres und sorgenfreies Spiel erleben können.