Schulen in Karlsruhe von Angriff betroffen – Rund 40.000 Euro Schaden

Symbolbild

Mehrere Schulen in Karlsruhe sind von einem ungewöhnlichen Angriff betroffen. Der Schaden beläuft sich auf 40.000 Euro.

Mehrere Schulen in Karlsruhe sind einem Angriff zum Opfer gefallen. Den Schaden schätzt man derzeit auf 40.000 Euro. Es geht vor allem um die Sicherheit der Lehrer, der Angestellten und der Schüler.

Angriff auf mehrere Karlsruher Schulen

Der Angriff erfolgte über das Internet durch eine Ransomware-Gruppe. Es gelang, eine Schadsoftware einzuschleusen und Systemdaten zu verschlüsseln. Das geht aus einer offiziellen Mitteilung der Stadt Karlsruhe hervor. Warum die Hacker das getan haben, wissen sie genau. Sie fordern nun 2,017 Bitcoin pro Schule. Umgerechnet entspricht das einem Schaden von 40.000 Euro.

Der Angriff soll bereits am vergangenen Wochenende stattgefunden haben. Nach bisherigen Erkenntnissen sind nur die Systemdaten betroffen. Personenbezogene Daten wurden bisher nicht entschlüsselt. Ob die Daten kopiert wurden und auf welchem Weg sie in das Schulnetz gelangt sind, ist noch unklar. Ohnehin sind viele Behörden in Deutschland häufig Ziel von Hackerangriffen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind zu wenig oder gar nicht geschult, wenn es um die Sicherheit im Netz geht. Hier besteht dringender Nachholbedarf. Oft sind es die Mitarbeiter selbst, die einem Hacker die Tür zum eigenen PC und dem gesamten System öffnen.

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Massive Sicherheitsmaßnahmen: Experten engagiert

Zwar hat man inzwischen Sicherheitsvorkehrungen getroffen und alle betroffenen Server vom Netz genommen. Für die berufsbildenden Schulen kann derzeit Entwarnung gegeben werden. Sie hätten vermutlich ein anderes System verwendet und seien von dem Angriff nicht betroffen. Die Server werden nun schrittweise überprüft und dann wieder freigegeben. Wie lange das noch dauern wird, könne man noch nicht abschätzen. In erster Linie gehe es um die Sicherheit der Daten und nicht um Schnelligkeit, so die Stadt. Außerdem seien externe Experten, die speziell auf solche Angriffe geschult sind, mit der Sache beschäftigt.

Fest steht: Der Angriff hat zu massiven Einschränkungen im Schulbetrieb und in der Verwaltung geführt. Die Schülerinnen und Schüler müssen sich aber keine Sorgen machen, der Unterricht läuft wie gewohnt weiter.