Stechend: Gefährliches Ungeziefer breitet sich am Rhein aus

Symbolbild

Auf dem Rhein breiten sich gefährliche Insekten aus. Sie stechen und können Fieberkrankheiten übertragen. Jeder sollte sich vor ihnen in Acht nehmen.

Tropenkrankheiten im Urlaub waren bisher nur in fernen Ländern zu befürchten. Doch entlang des Rheins breitet sich gefährliches Ungeziefer aus, das Krankheiten übertragen kann. Die Blutsauger vermehren sich explosionsartig. Experten sind deshalb alarmiert.

Gefährliches Ungeziefer auf dem Rhein

Die Zahl soll sich bereits mehr als verdoppelt haben. Gemeint sind die Gemeinden, in denen das gefährliche Ungeziefer aufgetaucht ist. In der kommenden Saison sind vor allem die Schnackenjäger auf der Hut, denn sie identifizieren die gefährliche Mückenart. Es besteht dringender Handlungsbedarf. Vor allem in der Region um Durmersheim soll das Ungeziefer großflächig auftreten. Auf 75 Hektar müssen die Tiere bekämpft werden. Die ersten Nachweise und Funde stammen aus dem vergangenen Jahr.

Es wird vermutet, dass weitere Regionen und Städte betroffen sind. Das gefährliche Ungeziefer am Rhein ist die Tigermücke. Jede Bürgerin und jeder Bürger kann die Mücke erkennen und sich schützen. Die Mücken sehen anders aus als die bei uns heimischen Tiere. Sie sind schwarz-weiß gestreift.

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Überträger von gefährlichen Krankheiten

Die Tigermücke überträgt das Dengue-Fieber, eine sehr gefährliche Tropenkrankheit. Außerdem können die Tiere das West-Nil-Fieber und das Gelbfieber übertragen. Vor allem Schwangere sollten sich vor den Plagegeistern in Acht nehmen. Eher harmlos und ungefährlich sind die frisch geschlüpften Larven. Auch die fliegenden Mücken sind zunächst kein Problem, sie stechen erst zu. Dann saugen sie Blut und Krankheitserreger, die sie auf andere übertragen.

Stechende Plagegeister überwintern erfolgreich

Die Mücken scheinen sehr erfinderisch zu sein, denn sie haben sogar den Winter überlebt. Sie haben sich zum Teil in Kellerräumen in Untersetzer und Blumenkübel zurückgezogen. Die Tiere können monatelange Trockenheit überstehen, ohne zu sterben. Die Eier brauchen nur im Anfangsstadium Feuchtigkeit. Wer also den Blumentopf umpflanzt und wieder nach oben holt, startet damit auch die Entwicklung der noch nicht geschlüpften Mücken. Besonders heiße Sommer und der Klimawandel begünstigen die Ausbreitung der Tigermücke. Im Vergleich zu Deutschland sind andere Länder noch stärker betroffen. Trotzdem sollte jeder in diesem Sommer wachsam sein und sich vor Mückenstichen schützen.