Vom Aussterben bedroht: Tier sorgt für Ansturm in Karlsruher Museum

Viele Besucher stehen vor einem großen Meereswasser Aquarium und beobachten die Meeresbewohner und Fischer
Symbolbild © imago/Pond5 Images

Zuletzt war das Karlsruher Museum wegen einer außergewöhnlichen Ausstellung sehr gut besucht. So konnte man die Exponate mit allen Sinnen genießen und anfassen. Diesmal steht ein Tier im Mittelpunkt, das in der freien Wildbahn vom Aussterben bedroht ist.

Nun ist das Karlsruher Museum kein Tierpark und so werden die meisten erstaunt sein, wenn sie lesen, dass ein Tier für einen Ansturm auf das Museum sorgt. Aber es stimmt, es sind sogar winzige Jungtiere, die immer mehr Menschen sehen wollen. Tatsächlich sind diese Tiere stark bedroht und brauchen intensiven Schutz durch den Menschen. Umso erfreulicher ist es, die possierlichen Tierchen im Karlsruher Museum etwas genauer unter die Lupe nehmen zu können.

Tier sorgt für Ansturm in Karlsruher Museum

Nun wollen wir verraten, um wen es sich handelt, wenn von dem Tier die Rede ist, das im Karlsruher Museum für großen Andrang sorgt. Es ist der Kugelfisch. Inzwischen gibt es sogar Nachwuchs und die kleinen Fischbabys sind echte Publikumsmagneten. Es ist ein Rotfeuerfisch, der seine Brustflossenstacheln weit von sich streckt und zum ersten Mal in seinem neuen Becken Nervenstärke beweisen muss.

Der Igelfisch ist noch sehr jung und erst vor kurzem in ein Schaubecken im Naturkundemuseum eingezogen. Sein Körperbau sorgt für Aufregung, denn er sieht mit seinem kantigen Körper ganz anders aus als die anderen Fische. Es ist zu hoffen, dass sich der Fisch schnell in seinem neuen Zuhause wohlfühlt. Zu sehen ist er im ersten Saal des Museums, in der Dauerausstellung „Form und Funktion – Vorbild Natur“.

Vom Aussterben bedroht: Publikumsmagnet im Museum Karlsruhe

Er scheint sich in seiner Umgebung recht wohlzufühlen, denn alles andere würde er deutlich zeigen. Igelfische pumpen sich im Wasser innerhalb weniger Sekunden blitzschnell auf, wenn sie unter Stress geraten. Dabei stellen sich die Stacheln um den Körper auf. In diesen Tagen sieht man das nicht. 1993 zog der erste Igelfisch in das Museum ein und war teilweise wöchentlich in dieser Verteidigungshaltung zu sehen.

Die neuen Tiere erfreuen sich bester Gesundheit, wie die Betreiber des Museums versichern. Eigentlich leben Igelfische in küstennahen Korallenriffen, vor allem in tropischen und subtropischen Meeren. Doch weil ihr Lebensraum immer weiter zerstört wird, sind auch die Fische in Gefahr. Umso erfreulicher ist es, dass die Tiere im Museum noch zu sehen sind und sich immer wieder als Publikumsmagnet erweisen.