Wieder vieles geschlossen: Streik mit Tausenden droht in Karlsruhe

Menschenmasse in der Innenstadt.
Symbolbild

Es geht wieder los. Der nächste Streik in Karlsruhe steht an und viele Kitas und Straßenbahnen sind davon betroffen. Die Gewerkschaft Verdi hat den Warnstreik sogar schon offiziell angekündigt. Damit soll der Druck in der dritten Tarifrunde noch einmal deutlich erhöht werden.

Auch heute wird es wieder zu Arbeitsniederlegungen kommen. Die Gewerkschaft Verdi hat zum Streik aufgerufen und viele werden diesem Aufruf folgen. Für alle Karlsruher Bürgerinnen und Bürger ist deshalb mit erheblichen Behinderungen im öffentlichen Dienst zu rechnen. Unter anderem werden auch die Verkehrsbetriebe Karlsruhe und die Kindergärten der Stadt bestreikt. Mittlerweile dürften sich die Eltern an die Meldungen gewöhnt haben, denn es ist nicht der erste Streik.

Öffentlicher Dienst und Nahverkehr betroffen

Zu den Beeinträchtigungen im Straßenbahnverkehr wollte man sich zu Wochenbeginn noch nicht konkret äußern. Verspätungen und Behinderungen seien nicht zu vermeiden, so der Karlsruher Verkehrsverbund. Beim letzten Streik beispielsweise fuhren keine Straßenbahnen mehr, auch die S2 stand still. Auch heute wird mit einzelnen Fahrtausfällen gerechnet. Zudem seien alle Beschäftigten zu einer Art Solidaritätsstreik aufgerufen worden.

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Im öffentlichen Dienst sind die Deutsche Rentenversicherung und die Agentur für Arbeit von dem Warnstreik betroffen, ebenso das Tiefbauamt und der Eigenbetrieb für das Team Sauberes Karlsruhe. Bei den Bürgerdiensten sind keine Einschränkungen zu erwarten. Das Sozial- und Jugendamt der Stadt hat ebenso zum Streik aufgerufen wie verschiedene Kindergärten und Kindertagesstätten in Karlsruhe.

Tausende zur Kundgebung in Karlsruhe erwartet

Am Mittwoch werden erneut bis zu 3.000 Menschen erwartet, die gemeinsam in den Ausstand treten. Die zentrale Kundgebung findet zwischen 10 und 11:30 Uhr auf dem Karlsruher Marktplatz statt. Die Forderungen blieben unverändert. Sie beinhalten 10,5 Prozent mehr Geld, mindestens aber 500 Euro mehr im Monat. Für Praktikanten, Studenten und Auszubildende soll es 200 Euro mehr geben. Es bleibt abzuwarten, was als Nächstes passiert, denn die dritte Verhandlungsrunde findet vom 27. bis 29. März in Potsdam statt. Bis dahin soll es keine weiteren Streiks geben.