Alle 1800 Ladesäulen von Tesla sind in Deutschland illegal

Eine Tesla Ladestation. Bald soll es ein Einstiegsmodell von Tesla als Schnäppchen geben
Immer mehr Ladepunkte für E-Autos stehen zur Verfügung.

Karlsruhe Insider: Laden unerwünscht.

Das US-Unternehmen Tesla betreibt in Deutschland derzeit rund 1.800 Ladesäulen für Elektroautos. Laut einem Gesetz sind diese aber illegal. Den Behörden allerdings sind die Hände gebunden.

Elektroautos von Herstellern wie Mercedes-Benz, Audi, VW oder BMW setzen sich immer mehr gegen die altgedienten Verbrenner-Modelle durch. Aufgrund des stetigen Zuwachses an batteriebetriebenen Fahrzeugen steigt allerdings auch der Bedarf an Ladepunkten in Deutschland.

Der E-Autobauer Tesla, der seit März auch in Brandenburg produziert, hat mit seinen eigenen Supercharger-Stationen ein eigenes Lade-Netzwerk geschaffen. Zunächst waren diese Stationen, die in Deutschland nun immer häufiger zu finden sind, nur für die Tesla-Modelle verfügbar. Inzwischen hat Elon Musk diese Stationen aber ebenfalls für andere Elektroautos freigeschaltet – zumindest teilweise.

In Deutschland wird das Netz an Ladesäulen für E-Autos zwar immer weiter ausgebaut, ist aber insgesamt gesehen nach wie vor ein „Trauerspiel“. Der Verband der Automobilindustrie VDA kritisiert ebenfalls, dass es noch zu wenig Ladesäulen gebe. Durch die Supercharger-Stationen von Tesla sind in Deutschland mittlerweile zwar deutlich mehr Ladestationen verfügbar, doch dabei gibt es einen nicht unerheblichen Haken. Laut dem Handelsblatt sind die 1.800 Ladesäulen von Tesla in Deutschland illegal, da sie über kein System zur Erfassung der genauen Strommenge verfügen. Sie verstoßen damit gegen das sogenannte Eichrecht.

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Durch das Fehlen eines solchen Zählers in den Tesla-Superchargern müssen die Kunden darauf vertrauen, dass Tesla ihnen hinterher auch die richtige Strommenge in Rechnung stellt und abbucht.

Per Gesetz sind diese Lader insofern illegal.