Arbeitsplätze in Gefahr: Erster E-Scooter Hersteller ist insolvent

Ein E-Scooter fährt auf einem Fahrradweg neben parkenden Autos
Symbolbild © istockphoto/Canetti

Die aktuelle wirtschaftliche Situation geht auch nicht an Unternehmen spurlos vorbei: Ein Start-up muss nach einigen Rückschlägen Insolvenz anmelden.

Seit einigen Jahren sieht man sie in deutschen Großstädten fast überall herumstehen: E-Scooter. Das beliebte Fortbewegungsmittel kommt sehr gut an und wird von vielen gerne genutzt. Der Markt der Anbieter ist jedoch hart umkämpft. So gibt es in den Städten nicht nur den einen Anbieter, sondern immer mehrere. Einer der ersten Hersteller geht nun insolvent.

Das 2010 gegründete Start-up muss Insolvenz anmelden

Wie verschiedene Quellen berichten, muss nun jedoch ein Produzent der E-Scooter Insolvenz anmelden. 2010 wird das Start-up e-bility in Remagen in Rheinland-Pfalz gegründet. Drei Brüder produzieren mit dem Unternehmen 13 E-Scooter am Tag. Unter anderem wird das Modell Kumpan bei e-bility hergestellt.

Das Start-up gilt eigentlich als innovativ und erhält 2017 auch staatliche Fördergelder von bis zu 400.000 Euro. 2018 kommt es zu einem ersten Rückschlag, als e-bility vom italienischen Unternehmen Piaggio verklagt wird. Dieses produziert Vespas und beschuldigt das Unternehmen der drei Brüder der Kopie des eigenen Vespa-Designs.

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Das Start-up muss in den letzten Jahren einige Rückschläge verkraften

Die Brüder können jedoch vor dem Gericht bisher gewinnen und durften so auch die E-Scooter weiterproduzieren. Weitere Rückschläge erleidet das Start-up jedoch dann bei einem Feuer 2020. Bei diesem wird eine Produktionshalle zerstört und 2021 kommt es zu weiteren Rückschlägen durch die Flut an der Ahr.

Durch die aktuelle politische und wirtschaftliche Situation kam es zu Lieferengpässen und das Start-up musste natürlich auch die steigenden Energiepreise bewerkstelligen. Die Brüder versuchten ebenfalls, eine Finanzierung für e-bility zu erhalten. Vergeblich, sodass das Start-up nun Insolvenz anmelden musste.

Die Firma sowie die Arbeitsplätze sollen nun durch einen Investor gerettet werden

Wie e-bility selbst mitteilt, können die aktuellen Arbeitsplätze der 75 Mitarbeiter in der aktuellen Situation nur bis März gehalten werden. Danach können diese nicht mehr gehalten werden, weshalb das Start-up nun schnellstmöglich einen Investor sucht.