Das wars: Günstiges Deutschland-Ticket soll bald endgültig enden

Fahrkartenautomat mit 9-Euro-Ticket Zugfahrt
Symbolbild © istockphoto/Spitzt-Foto

Lange wurde über ein günstiges Deutschland-Ticket diskutiert. Jetzt ist das wohl Geschichte. Noch während des Bahnstreiks folgt die nächste Hiobsbotschaft. Dabei hatten viele diesen Ausgang befürchtet, weil die Diskussionen zu lange andauerten.

Viele Menschen erinnern sich noch daran, dass man 2022 für nur neun Euro alle Regionalzüge und Busse in ganz Deutschland nutzen konnte. Gerade in Zeiten der Corona- und Klimakrise war das eine Erleichterung, die unglaublich viele Menschen genutzt haben. Es waren viele Fahrgäste mobil, die schon lange nicht mehr gefahren sind. Der Beweis war erbracht: Ein günstiges Deutschland-Ticket würde unweigerlich dazu führen, dass wieder mehr Menschen mit der Bahn fahren. Nach langem Hin und Her war das neue Deutschland-Ticket auf dem Weg.

Günstiges Deutschland-Ticket soll endgültig auslaufen

Bei einer gemeinsamen Konferenz der Verkehrsminister der Länder stand vor allem das günstige Deutschland-Ticket auf der Tagesordnung. Mit rund zehn Millionen Nutzern hat es sich schnell zu einem beliebten Ticket und zu einem Einstieg in eine mobile und nachhaltige Zukunft entwickelt. Doch nun stehen die Preise erneut auf dem Prüfstand.

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Dabei geht es vor allem um eine Erhöhung des derzeitigen Preises von 49 Euro. Verschiedene Vertreter anderer Bundesländer halten eine Erhöhung auf zum Beispiel 69 Euro für denkbar. Wie schnell die Preise steigen werden, ist derzeit noch offen. Sicher ist jedoch, dass bei einer solchen Preiserhöhung viele Fahrgäste wieder auf das Auto umsteigen und nicht mehr mit der Bahn fahren werden.

Harter Preiskampf: Günstiges Deutschland-Ticket führt zu Einbußen

Im Gegenzug hat die Einführung des günstigen Deutschland-Tickets auch zu Einbußen bei den Verkehrsunternehmen geführt. Schon vorher wirtschaftete der öffentliche Personennahverkehr nicht kostendeckend. Diese Situation hätte sich durch das Deutschland-Ticket und die günstigen Preise noch weiter verschärft. Bis 2024 wollte der Bund deshalb die Hälfte der Kosten mit umgerechnet 1,5 Milliarden Euro übernehmen. Die Länder geben sich damit aber nicht zufrieden. Sie fordern eine größere Beteiligung, sonst drohen Preiserhöhungen. Wenn in diesem Punkt keine Einigkeit erzielt wird, werden es wieder die Bürger und Fahrgäste sein, die am meisten leiden.