Dunkle Wolken: Autozulieferer kündigt Entlassungen an – 170.000 Arbeiter

Industrieanlagen für die Herstellung von großen Mechanismen, Maschinen und Strukturen
Symbolbild © istockphoto/ElenaPhoto

Für viele ist diese Nachricht schockierend, denn eine Größe der Branche hat jetzt eine erschreckende Meldung herausgebracht. Demnach möchte der Autozulieferer den Rotstift ansetzen und kündigt hunderttausende Entlassungen an.

In der Automobilbranche kracht es derzeit gewaltig. Dabei könnten in Kürze umfassende Streiks anstehen. Währenddessen hat ein Autozulieferer jetzt reagiert und kündigt Entlassungen von etwa 170.000 Arbeitern an.

Streiks drohen in der Autobranche

Bald schon könnten bei den großen Autoherstellern und Zulieferern die Bänder stillstehen. Die Gewerkschaft UAW fordert derzeit höhere Löhne für die Beschäftigten in der Automobilbranche. Allerdings reagieren nicht alle Autohersteller entspannt auf diese Forderung und den drohenden Streik. Ein Autozulieferer kündigt Entlassungen als Reaktion an.

Beim kanadisch-österreichische Zulieferer Magna war die Reaktion auf die angekündigten Arbeitskämpfe deutlich. Die Fahrzeughersteller befinden sich derzeit in einer Zwickmühle. Sie müssen hohe Investitionen im Bereich der E-Mobilität aufbringen und gleichzeitig ist die Marktlage derzeit sehr angespannt und schwierig.

Klare Ansage zu Streiks

Auf die potenziell anstehenden Streiks hat der Zulieferer Magna mit einer klaren Ansage reagiert. So heißt es, dass man auf alles vorbereitet sei und auch notfalls Entlassungen vornehmen würde, um damit einen Schaden vom Konzern abzuwenden. Magna-Finanzvorstand Patrick McCann soll laut Medienberichten auf einer Automobilkonferenz gesagt haben: „Wir haben uns auf ein Szenario vorbereitet, in dem Standorte geschlossen werden, einschließlich der Verlagerung nicht zwingend notwendiger Arbeiten. Darüber hinaus erwägen wir die kurzfristige Entlassung von Mitarbeitern.“

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Der Konzern mit Hauptsitz in Kanada zählt zu den bekanntesten und größten Betrieben des Landes. Das gesamte Geschäft für den europäischen Raum führt das Unternehmen von Österreich aus. Weltweit arbeiten rund 170.000 Mitarbeiter für Magna. Beim Unternehmen läuft jedoch seit einiger Zeit nicht alles rund. Ende 2022 musste der Standort im deutschen Bad Windsheim schließen.

Entlassungen schwer einzuschätzen

Ob der Autozulieferer tatsächlich seine Mitarbeiter kündigt und an den Entlassungen festhalten will, wenn es zu einem Streit kommt, ist bislang unklar. Es könnte sich auch, so Experten, um eine reine Drohgebärde handeln.

Magna ist nicht der einzige Konzern, der derzeit mit schweren wirtschaftlichen Auswirkungen zu kämpfen hat. Der Druck auf die Umstellung zur E-Mobilität sowie auf die jüngsten Entwicklungen im Bereich der Zinsen und Preise steigt und setzt den Konzernen weltweit zu.