Dunkle Wolken: Mercedes will alle deutschen Standorte aufgeben

Das Gebäude einer Mercedes-Niederlassung mit dem Mercedes-Stern auf dem Dach.
Symbolbild © imago/imagebroker

Für die Mitarbeiter dieses Autokonzerns könnten jetzt dunkle Wolken aufziehen, denn Mercedes will offenbar alle deutschen Standorte aufgeben. Damit könnte sich so einiges für die Arbeitnehmer ändern.

Nun ist es auch bei Mercedes so weit: Der Konzern will wohl alle deutschen Standorte aufgeben. Damit ändert sich in Zukunft für die Arbeitnehmer so einiges. Alle Hintergrundinfos gibt es in diesem Artikel.

Verkauf ist Aufsichtsrat-Entscheid

Bereits am Freitag gab der Autohersteller aus Stuttgart bekannt, dass Mercedes sich von den eigenen Niederlassungen trennen will. Dieser Prozess werde sich über die nächsten Jahre erstrecken. Den Verkauf hat der Aufsichtsrat am selben Tag entschieden. Dabei ist unbekannt, wie viele Autohäuser Mercedes noch selbst betreibt. Laut konzerneigenen Angaben auf der Webseite sind es derzeit noch ca. sechzig Niederlassungen. Dies bedeutet, dass ungefähr 8.000 Mitarbeiter bei einem Verkauf direkt betroffen wären.

Mereces und der Betriebsrat wollen sich bis zur Sommerpause dieses Jahres auf die Rahmenbedingungen für die Mitarbeiter einigen. Man wolle den Angestellten, die den Arbeitgeber wechseln müssen, eine Ausgleichszahlung anbieten.

So soll es in Zukunft weitergehen

Mercedes stellt ausdrücklich klar, dass die Niederlassungen nicht geschlossen werden sollen. Der Konzern will sie verkaufen. Dementsprechend komme es auch zu keiner Entlassung von Mitarbeitern. Wer tariflich in den betroffenen Autohäusern angestellt sei, habe eine Beschäftigungssicherung bis Ende 2029. Zudem würden die Standorte „ergebnisoffen“ geprüft. Durch den Verkauf will Mercedes erreichen, dass unabhängige Autohausgruppen langfristig in die Standorte investieren und sie so in der Zukunft Bestand haben können.

Die Idee, konzerneigene Standorte zu verkaufen, ist nicht neu. Schon in der Vergangenheit hat Mercedes die eigenen Häuser an externe Händler verkauft. Dies geschah in der Mitte des vergangenen Jahrzehnts. Damals ging es um ca. sechzig Standorte. Vertriebschef war zu dieser Zeit der jetzige Mercedes-Boss Ola Källenius. Derzeit sieht der Konzern sich nach geeigneten Käufern um. Schließlich will man die Niederlassungen sowie deren Mitarbeiter an Käufer veräußern, die sich auch tatsächlich um die Autohäuser kümmern und langfristig investieren.