Es wird teurer: Spritpreise steigen wieder in Deutschland

Tankstelle mit Preisen
Symbolbild © istockphoto/In Stock

Karlsruhe Insider: Es wird wieder teurer.

Überraschung an den Zapfsäulen: Eigentlich fällt der staatlich geförderte Tankrabatt erst zum 1. September weg, doch schon jetzt klettern die Spritpreise wieder nach oben. Manche Tankstellenbetreiber scheinen sich schon jetzt in eine „Pole Position“ bringen zu wollen, um mit dem Wegfall der Energiesteuersenkung preislich erneut richtig durchzustarten.

Tatsächlich war bereits die Einführung des Tankrabatts gepflastert mit Hindernissen. So hatten sich die Mineralölgesellschaften Anfang Juni noch gesträubt, die Preissenkung komplett an die Verbraucher weiterzugeben. Erst auf massiven öffentlichen Druck gab es ein Umdenken.

Zahlen des ADAC belegen, dass es schon jetzt zu einer Lockerung der Preisbremse kam. So stieg etwa der Preis für Diesel um sechs Cent, für Superbenzin „nur“ um drei Cent. Als Grund geben die Gesellschaften die erhöhte Nachfrage auf den Sprit an, der ab der kommenden Woche wieder exorbitant steigen wird.

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Interessanterweise hat der ADAC auch ein drastisches Nord-Süd-Gefälle bei den derzeitigen Spritpreisen ermittelt. Im Vergleich der Bundesländer zahlt man in Baden-Württemberg momentan etwa die zweithöchsten Preise für Diesel – rund 1,973 Euro. Zum Vergleich. In Berlin, dem günstigsten Bundesland, sind es nur 1,819. Laut ADAC ist an diesem Gefälle der niedrige Wasserpegel des Rheins schuld. Dadurch gebe es enorme Schwierigkeiten, genügend Rohöl in den Süden zu transportieren.