Knapp 120 Fahrverbote: Keine Rettungsgasse in Baden-Württemberg

Stau auf der Autobahn.
Symbolbild © istockphoto/alexandragl1

Knapp 120 Fahrverbote wurden binnen kürzester Zeit verhängt. Der Grund war eine nicht vorhandene Rettungsgasse.

In einer Unfallsituation müssen die Rettungskräfte möglichst schnell am Unfallort sein. Doch ohne Rettungsasse geht das nicht. Jetzt hagelte es genau deswegen fast 120 Fahrverbote.

Polizei greift beherzt durch

Das dürfte vielen Autofahrern nicht gefallen haben. Doch es bleibt zu hoffen, dass sie daraus gelernt haben. Der Tenor in den sozialen Medien ist eindeutig. Denn dort befürworten die User die Aktion der Polizei.

In nur einer Stunde musste die Stuttgarter Polizei die zahlreichen Fahrverbote gegen die Fahrer aussprechen. Denn diese hatte keine Rettungsgasse gebildet. Das aber ist ihre Pflicht, ansonsten behindern sie den Rettungseinsatz.

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Rettungsgasse ganz einfach

Die Rettungsasse funktioniert ganz unkompliziert: Wer auf der linken Spur fährt, fährt weiter nach links. Wer rechts und mittig fährt, fährt auf die rechte Seite. Damit wird eine Gasse zwischen der linken und den beiden rechten Spuren gebildet.

Diese Gasse sorgt nicht nur dafür, dass die Rettungskräfte schneller vordringen und ein Stau schneller gelöst wird. Sie kann auch Leben retten. Wer sich nicht daran hält, muss 240 Euro Bußgeld zahlen. Ein Fahrverbot kann es ebenfalls geben.

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Die Polizei Stuttgart setzte nun ein Zeichen

Wer bei dem Unfall am letzten Freitag auf der B10 und de B27 keine Rettungsgasse bildete, wurde von der Polizei hart bestraft. So hagelte es Bußgelder und Fahrverbote. Mindestens einen Monat dürfen die Betroffenen nicht mehr ans Steuer.

Die User in den sozialen Netzwerken erklärten sich einverstanden damit. Es wäre auch mal Zeit geworden, kommentierte ein User. Andere halten eine Rettungsgasse für selbstverständlich. Doch wie man sieht, ist dem nicht so.