Mehr Probleme: Qualität deutscher Autos nimmt immer mehr ab

Autohersteller in der Industrie.
Symbolbild © istockphoto/microolga

Karlsruhe Insider: Maß aller Dinge.

Lange Jahre galt der Hinweis „Made in Germany“ als Merkmal für besonders hohe Qualität. Besonders deutsche Autos waren aufgrund ihrer guten Verarbeitung weltweit sehr beliebt. Doch aktuell scheint dieses Image Kratzer zu bekommen.

Der diesjährige Qualitätscheck des ADAC belegt, dass es sich nicht nur um ein Bauchgefühl handelt, wenn die mangelnde Qualität der deutschen Fahrzeuge zunehmend beklagt wird. Im Rahmen des Autotests, bei dem Material- und Verarbeitungsqualität von Pkw auf dem Prüfstand stehen, gab es jede Menge interessante Erkenntnisse. Technisch ist immer mehr möglich, aber durch die hohen Kosten dafür sparen die Hersteller zunehmend an anderer Stelle. Mit dem Ergebnis, dass auch Premiummarken oft genug nicht mehr sonderlich hochwertig sind.

Auch wenn Oberklasse-Modelle von Mercedes, BMW, Audi oder auch Porsche beim ADAC-Check gut abschnitten, werden Mercedes und ganz besonders Audi ihrem Ruf als Premiummarken nicht mehr gerecht. Für den inzwischen immens hohen Preis stimmt die Gegenleistung in Bezug auf die Qualität nicht mehr. Besonders enttäuscht waren die Tester beispielsweise von der Mercedes C-Klasse, aber auch der Volkswagen-Konzern mit den Top-Marken Audi und VW befinde sich insgesamt auf dem absteigenden Ast.

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Beim Test mit insgesamt 580 Automodellen von verschiedenen Herstellern zeigte sich allerdings ebenfalls, dass die Qualität der Neuwagen immer weiter abnehme. Aber auch andere Marken sind vor solchen Problemen offenbar nicht gefeit: Als der amerikanische Autobauer Tesla in Brandenburg die „Giga Berlin“ eröffnete und die ersten Tesla-Modelle „Made in Germany“ an ihre Besteller auslieferte, wurden ebenfalls zahlreiche Meldungen über Mängel bei der Verarbeitung bekannt.