Warum ein regelmäßiger Ölwechsel bei einem Auto so wichtig ist

Auto getankt mit Speiseöl
Symbolbild © istockphoto/Zephyr18

In regelmäßigen Abständen ist ein Ölwechsel für Fahrzeuge nötig, damit diese auch weiterhin reibungslos in Betrieb genommen werden können.

Zahlreiche Fahrzeughalter belächeln diesen Schritt jedoch und schieben diesen Vorgang auf die lange Bank. Wer allerdings die Fahrt in die Werkstatt scheut und den Ölwechsel ständig aufschiebt, könnte ein böses und vor allem teures Erwachen erleben.

Wozu ist ein regelmäßiger Ölwechsel gut?

Das Öl ist für den Fahrzeugmotor von großer Bedeutung. Es sorgt dafür, dass der Motor stets gut geschmiert ist und demnach reibungslos läuft. Dabei durchläuft das Motoröl viele weitere interne Bestandteile des Motors. Dank des Öls reiben die beweglichen Teile nicht aneinander, sondern können ihre Arbeit ohne Probleme aufnehmen.

Allerdings arbeitet nur frisches Öl gut und gewissenhaft. Mit der Zeit nimmt das Ölaufkommen jedoch ab. Auch die Konsistenz des Öls verändert sich. Das liegt mitunter daran, dass Unreinheiten in den Motor vordringen und Metallpartikel hinzukommen.

Ist der Ölstand im Motorenbereich zu gering oder die Viskosität beeinträchtigt, reiben zahlreiche Bauteile bei Betrieb aneinander. Der Verschleiß nimmt mit der Zeit zu, was sich negativ auf den Motor auswirkt. Das kann mitunter zu nicht unerheblichen Schäden führen. Fahrzeughalter bemerken Veränderungen oftmals bereits an unzureichender Fahrleistung oder steigendem Spritverbrauch. Nur ein regelmäßiger Ölwechsel kann dies verhindern.

Kann ein bisschen Reibung dem Motor schaden?

Selbst leichte Reibungen können den Motor durchaus beeinträchtigen. Nicht nur die Drehzahl geht runter, es kann auch zum sogenannten Kolbenfresser kommen. Die Kolben reiben dabei zu stark an der Motorenzylinderwand und setzen sich dann fest. Zunächst sind nur leichte Klappergeräusche zu hören, die sich aber mit der Zeit zu deutlichen Klopflauten manifestieren.

Wer diese Geräusche ignoriert, muss mit massiven Schäden rechnen. Bei voller Fahrt kann es sogar passieren, dass der Motor plötzlich stoppt. Eine Weiterfahrt ist somit nicht mehr möglich. In ungünstigen Fällen kann der Defekt irreparabel sein. Ist eine Reparatur noch durchführbar, fallen ziemlich hohe Kosten an.

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Zum Vergleich: Der Ölwechsel kostet inklusive Ölfilter und Arbeitskosten um die 150 Euro. Neue Kolben liegen preislich hingegen schon bei 200 Euro bis 300 Euro. Richtig teuer wird es jedoch, wenn der Motor betroffen ist. Dann kann die Rechnung ungefähr zwischen 3.000 bis 7.000 Euro betragen.

Wann ist ein Ölwechsel sinnvoll?

Viele Werkstätten, die eine Jahresinspektion oder eine Frühjahrsinspektion am Auto vornehmen, bieten den Ölwechsel gleich mit an. Dieser ist somit in den Serviceleistungen involviert. Je nach Automodell und Leistungsumfang betragen die Kosten für die Inspektion zwischen 150 Euro und 300 Euro. Damit ist das Auto durchgecheckt und das Öl zudem aufgefrischt.

Wer jedoch ein wenig Geld einsparen möchte, kann den Ölwechsel auch selbst vornehmen. Dazu ist ein ausreichend großer Kanister unter die Ölwanne zu schieben. Mit dem Lösen der Ölablassschraube fließt das Öl nun in den Behälter. Ist das Öl abgelassen, ist die Schraube wieder fest auf die Ölwanne zu drehen. Jetzt kann neues, frisches Öl eingelassen werden.

Zudem ist es sinnvoll, regelmäßig einen Ölfilterwechsel vorzunehmen. Dieser sitzt direkt am Motorblock und lässt sich schnell austauschen.

Hinweis zum Ölwechsel: Einige Hersteller geben feste Wartungsintervalle an, andere orientieren sich an bestimmten Kilometerzahlen. So ist ein regelmäßiger Ölwechsel alle zwei Jahre oder zwischen 20.000 bis 30.000 Kilometern durchaus empfehlenswert.

Welches Öl ist für mein Fahrzeug sinnvoll?

Wer sich unsicher ist, welches Öl für den Motor zu verwenden ist, wirft einen Blick in die Betriebsanleitung oder in das Serviceheft des Fahrzeugs. Hier finden sich Informationen des Fahrzeugherstellers zu Schmierstoffen und Klassifikationen an.