Anstatt späterem Renteneintritt: 42-Stunden-Woche gefordert

Mann auf der Baustelle bei der Arbeit
Symbolbild © istockphoto/Anton Novikov

Lieber mehr Arbeiten als länger zu arbeiten, das scheint die Devise des IW-Chefs zu sein. Dieser forderte nun eine 42-Stunde-Woche anstelle eines späteren Renteneintrittsalters.

Arbeitnehmer sollten künftig besser eine 42-Stunden-Woche arbeiten. So könnte man die Anhebung des Eintrittsalters zur Rente umgehen, so Michael Hüther.

Mehr arbeiten anstatt länger

Der Wirtschaftsforscher Michael Hüther hat sich klar dafür ausgesprochen, dass die Menschen in Deutschland besser eine 42-Stunden-Woche abarbeiten sollten. So könnte man, laut ihm, eine Anhebung des Eintrittsalters zur Rente verhindern.

Das Thema Rente beschäftigt derzeit fast alle politischen Bereiche. Doch Experten sehen es als schwer an, das Eintrittsalter wirklich noch einmal anzuheben. Für viele wäre es sinnvoller die Arbeitsstunden je Woche anzugleichen.

Erhöhung des Rentenalters schwer umsetzbar

Hüther sieht die Anhebung des Rentenalters als schwer umsetzbar an. Der Direktor des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft, kurz IW, ist der Ansicht, dass dies nur schwer politisch umsetzbar ist.

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Er ist der Ansicht, dass es eine 42-Stunden-Woche brauche und zwar mit der Bezahlung dieser Mehrstunden. Es muss auch klar sein, dass man nicht am Lohn kürzen dürfe, nur weil man mehr Stunden in der Woche arbeite. Dies stellte er klar und forderte damit eine Anhebung der Wochenarbeitsstunden.

Einfache Rechnung für Hüther

Andere Länder arbeiten, im Vergleich zu Deutschland, ohnehin schon mehr je Woche. In der Schweiz, zum Beispiel arbeiten die Menschen zwei Stunden je Woche mehr. IN Schweden ist es eine Stunde mehr.

Laut Hüther könne man so, bis 2030 den „demografisch bedingten Verlust an Arbeitsvolumen kompensieren.“ Damit könnte man also einer Erhöhung des Rentenalters entgegenwirken. Ob sich dies in der Realität wirklich umsetzen lässt, muss ich dann jedoch zeigen.