Auszubildende erhalten Belohnung: 2.500 Euro Bonus drin

Auszubildende im Betrieb
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Jedes Jahr gibt es deutschlandweit immer weniger Auszubildende. NRW will dem jetzt mit einer Belohnung entgegenwirken, die bis zu 2.500 Euro betragen kann.

Jedes Jahr gibt es deutschlandweit immer weniger Jugendliche, die sich nach der Schule für eine Ausbildung entscheiden. Dem will NRW jetzt begegnen und für Auszubildende bestimmter Berufsrichtungen eine Belohnung von bis zu 2.500 Euro springen lassen. Das steckt dahinter.

Fachkräftemangel in Deutschland im Handwerk

Seit Jahren sind die Zahlen der Auszubildenden, die sich für eine Ausbildung im Handwerk entscheiden, rückläufig. Und der Fachkräftemangel wird jedes Jahr deutlicher. Betriebe suchen händeringend nach Auszubildenden, die dringend benötigt werden. Viele Jugendliche entscheiden sich nach der Schule gegen eine Ausbildung im Handwerk. Daher werden auch immer weniger Meisterprüfungen abgelegt. Dabei wissen die meisten gar nicht, dass hier viel Geld zu verdienen ist. Für Nicht-Akademiker ist dies der Weg zu Wohlstand und gesellschaftlichem Ansehen.

Auszubildenden dieser Richtungen winkt eine Belohnung von bis zu 2.500 Euro

Diesem Umstand und dem damit einhergehenden Fachkräftemangel will das Bundesland NRW nun entgegenwirken. Ab dem 1. Juli dieses Jahres können alle, die ab diesem Tag die Meisterprüfung abgelegt und bestanden haben, eine Belohnung von bis zu 2.500 Euro beantragen. Diese Meisterprämie soll die Jugendlichen nicht nur motivieren, eine Ausbildung im Handwerk zu beginnen und erfolgreich abzuschließen, sondern auch dazu bringen, die Meisterprüfung zu machen.

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An die Belohnung von 2.500 Euro für die Auszubildenden sind drei Bedingungen geknüpft: Der Meister-Abschluss muss in einem Gewerbe erfolgt sein, das in der Handwerksordnung in Anlage A oder B1 aufgelistet ist. Die Meister-Prüfung muss ab dem 01.07.2023 erfolgreich bestanden worden sein. Und der Meister muss zum Zeitpunkt der Ausstellung des Meisterprüfungszeugnisses seinen Hauptwohnsitz in Nordrhein-Westfalen haben. Auch, wenn die Meisterprüfung je nach Zweig bis zu 12.000 Euro kostet und die 2.500 Euro dagegen nur wenig erscheinen, ist der Anreiz laut Arbeitsminister Karl-Josef Laumann dringend notwendig. Gerade vor dem Hintergrund der Energiekrise seien gut ausgebildete Handwerker und Handwerkerinnen zwingend erforderlich.