Deutscher Möbelkonzern insolvent: Alle Arbeitsplätze vor dem Aus

Möbelhaus mit verschiedenen Möbelstücken
Symbolbild © istockphoto/Oleksandra Polishchuk

Eine oberfränkische Möbelfirma, welche ihre Produkte in Deutschland herstellt, muss nun Insolvenz anmelden.

Nun trifft es eine oberfränkische Möbelfirma: Die Firma F+S Polstermöbel muss Insolvenz anmelden. Auch die Pandemie und die Ukraine-Krise sollen das Unternehmen schwer treffen.

Ebenfalls kommt es in den vergangenen Monaten zu starken Umsatzrückgängen, gepaart mit steigenden Produktionskosten für Rohstoffe, Material und Energie. Auch wenn die Nachfrage für Möbel hoch war, konnten die daraus resultierenden Gewinne die laufenden Kosten nicht ausgleichen.

Die Firma stellt die Möbel individuell in Deutschland her

Bereits 1978 wird die Firma F+S Polstermöbel gegründet und wird heute in vierter Generation geleitet. Heute beschäftigt diese etwa 90 Mitarbeiter. Das Besondere an der Firma ist die Produktion in Deutschland. In Oberfranken selbst werden die Möbel produziert.

F+S Polstermöbel nutzt so die Fachkompetenz der Zulieferer und kann kurze Lieferwege garantieren. Durch die eigene Herstellung können so auch individuelle Polstermöbel hergestellt werden.

Das Unternehmen sucht nun nach einem Investor

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Die Firma hat nun zwar Insolvenz angemeldet, dennoch hofft diese auf ein weiteres Bestehen der Möbelfirma. Denn mit dem gestellten Insolvenzantrag ist nun eine Sanierung des Betriebs möglich. Diese Chance möchte F+S Polstermöbel nutzen, um wieder auf die Beine zu kommen und ein wirtschaftlich erfolgreiches Unternehmen zu führen.

Für die kommende Zeit wurde bereits ein Insolvenzverwalter benannt. Dieser ist darauf spezialisiert, Betriebe zu restrukturieren und zu sanieren. Laut dem Verwalter wird jetzt ein geeigneter Investor gesucht. Danach wird die mögliche Sanierung besprochen und geplant. Wird ein Investor gefunden, sieht der Insolvenzverwalter gute Chancen für eine Rettung des Unternehmens.

Die Firma arbeitet aktuell wie gewohnt weiter

Auch wenn das Insolvenzverfahren begonnen hat, arbeitet die Möbelfirma wie gewohnt weiter und nimmt neue Aufträge an. Somit wird derzeit der normale Betrieb aufrechterhalten.

Die Gehälter der Mitarbeiter werden durch das Insolvenzgeld ausbezahlt. Das Personal selbst weiß bereits seit Mitte Februar über die aktuelle Situation ihres Arbeitgebers Bescheid.