Dunkle Wolken: Traditionskonzern Bosch will 1200 Stellen streichen

Zentrale vom Hersteller Bosch mit Logo
Symbolbild © istockphoto/Daniel Kloe

Dunkle Wolken ziehen derzeit bei dem Traditionskonzern Bosch auf, der 1.200 Stellen streichen will. Zwar sollen diese nicht alle auf einmal wegfallen, doch die Mitarbeiter sind in großer Sorge um ihre Zukunft.

Die Mitarbeiter des Traditionskonzerns Bosch sind derzeit in großer Sorge, denn es sollen 1.200 Stellen abgebaut werden. Dies geschieht zwar nicht sofort und auf einmal. Dennoch sorgen sich viele Mitarbeiter um ihre Zukunft.

Ankündigung schon vor Weihnachten

Die Ankündigung, dass der Traditionskonzern Stellen streichen will, gab es schon vor Weihnachten, woraufhin die IG-Metall auf den Plan trat. Beide Seiten einigten sich nach langen Verhandlungen darauf, dass betriebsbedingte Kündigungen bis 2027 nicht ausgesprochen werden dürfen. Das bedeutet, dass der Abbau der Stellen im Softwarebereich sozialverträglich gestaltet werden muss. Die Mitarbeiter des Konzerns haben bereits entsprechende Benachrichtigungen erhalten. Bosch gab zudem bekannt, dass man mit den Arbeitnehmervertretern Gespräche führen wolle. Dabei sollen die entsprechenden Schritte besprochen werden.

Diese Standorte sind betroffen

Von dem Stellenabbau sind zwei Standorte in Baden-Württemberg und hier insbesondere die Bereiche der Dieselproduktion betroffen. Aber auch in Bereichen mit Zukunftschancen sollen Stellen gestrichen werden. Insgesamt plant Bosch 1.200 Stellen zu streichen, wovon allein 950 sich in Deutschland befinden. Um ihre Zukunft bangen Mitarbeiter in den Werken in Abstatt im Kreis Heilbronn, in Leonberg und Renningen im Kreis Böblingen, in Schwieberdingen im Kreis Ludwigsburg sowie in Hildesheim.

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Bosch ist ein riesiger Traditionskonzern, den jeder in Deutschland und darüber hinaus kennt. Daher fragen sich viele, welche Gründe das Unternehmen für seine Sparmaßnahmen hat. Bosch gibt an, dass die Entwicklung im Bereich des autonomen Fahrens einfach zu langsam verlaufe. Dies habe man so nicht erwartet.

Über diese Nachricht kann man derweil nur verwundert sein, da Bosch-Chef Stefan Hartung erst angekündigt hatte, dass man in Bereichen, die zukunftsweisend seien, noch Stellen besetzen wolle. Somit kann man nur abwarten, wie sich der Stellenabbau bei Bosch weiter entwickelt. Vielleicht fällt dieser am Ende nicht so hoch aus und der Traditionskonzern stellt doch noch Menschen ein.