Einzelhändler-Pleite: Aus für Lieblingsgeschäft nach 15 Jahren

Hängeordner mit Beschriftung Insolvenz
Symbolbild © istockphoto/Ralf Geithe

Es gibt eine nächste Insolvenz. Nach rund 16 Jahren ist ein beliebter Einzelhändler zahlungsunfähig. Er steht vor dem Aus.

Erst kürzlich verkündete der Schuhhändler Görtz die Pleite. Nun trifft es einen weiteren Modekonzern. Die Online-Plattform Surf4Shoes hat vor einigen Tagen einen Insolvenzantrag gestellt.

Nach 15 Jahren nun das Aus

Der Konzern wurde 2006 von Manfred Faigle gegründet. Er spezialisierte sich auf den Verkauf von Markenschuhen im mittleren Preissegment. Mittlerweile ist das Angebot von Surf4Shoes auf vielen Kanälen und in rund 20 europäischen Ländern vertreten. So etwa Zalando, Otto und AboutYou.

2018 wurde das Unternehmen übernommen. Seitdem ist die Osnabrücker HR Group (Reno) Mehrheitsgesellschafter des Onlinehändlers. Reno erhoffte sich dadurch ein deutliches Wachstum.

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Reno wollte wachsen

Und zwar primär im Bereich Online und insbesondere im digitalen Marktplatzgeschäft für Markenschuhe. Am Anfang schien dies auch zu funktionieren. Denn im Jahr der Übernahme erwirtschaftete Surf4Shoes einen Jahresumsatz von 30 Millionen Euro. Das Jahr 2020 lief noch besser. Der Jahresumsatz lag dort sogar bei 35 Millionen Euro. Doch dann gingen die Umsätze zurück.

Zuletzt hatte sich Surf4Shoes vermehrt auf das Geschäft unternehmenseigenen Start-up „Anygate“ konzentriert. Dies ist die neue Dienstleistungssparte des Konzerns.

Wie es mit Surf4Shoes und Anygate nach der Insolvenz weitergeht, ist derzeit noch nicht klar. Dies wird die Zukunft zeigen.