Erstes Freibad zieht die Reißleine – das war’s für Badegäste

Verschiedene Badegäste schwimmen im Freibad. Die Sonne scheint und das Wasser ist blau. Um den Pool herum sind bunte Fliesen.
Symbolbild © istockphoto/joruba

Die vergangenen Corona-Jahre, die Inflation und der Personalmangel machen vielen Unternehmen zu schaffen. Nun zieht ein erstes Freibad die Reißleine und sorgt für große Enttäuschung.

In einer Stadt erhielten mehrere Bäder nun die Kündigung. Die Entscheidung fiel bereits am 11. Mai, allerdings in einer nichtöffentlichen Sitzung. Es wurden drastische Mängel in der Betriebsführung festgestellt. Außerdem müssen dringend notwendige Arbeiten durchgeführt werden. Bereits im vergangenen Jahr mussten die betroffenen Bäder tageweise geschlossen werden. Ein erstes Freibad zieht nun die Reißleine.

Erstes Freibad zieht die Reißleine – Zukunft ungewiss

Bereits im vergangenen Jahr drohte ein Unternehmen mit der Schließung mehrerer Bäder. Grund dafür war ein Streit zwischen der Stadt und dem Betreiber der betreffenden Bäder. Vonseiten des Betreibers wurde die Behauptung aufgestellt, dass nicht genügend Geld vorhanden und deshalb eine Schließung notwendig sei. Daraufhin folgte eine offizielle Pressemitteilung der Stadt. Diese stellte die Behauptung auf, dass der Konflikt zwischen dem Betreiber des Bades und der Stadt nun auf Kosten der Bürger ausgetragen werde. Schließlich könne man das Bad nicht mehr besuchen.

Konflikt zwischen Stadt und Betreiber eskaliert

Konkret geht es in dem Fall um die Stadt Dortmund, welche die geforderten Zahlungen an den Betreiber – die Sportwelt GmbH – nur bewilligen wollte, wenn dieser bestimmte Auflagen erfüllte. Nach langem Streit hatte die Stadt schließlich das Nachsehen. Sie bewilligte den Betriebskostenzuschuss bis 2021. Nur so konnte der Fortbestand des Bades gesichert werden. Zwei Jahre später zieht die Stadt nun jedoch die Reißleine.

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Die Stadt sieht in der Zusammenarbeit mit der Sport GmbH keine Ergebnisse. Deshalb habe man nun die Entscheidung gefällt, die Kündigung zum Jahresende für alle Bäder auszusprechen. Man sehe sich in der Verantwortung gegenüber den Bürgern der Stadt Dortmund, die Finanzen gerecht zu verteilen. Deshalb sei diese Entscheidung unumgänglich gewesen.

Neue Betreiber gesucht

Damit droht dem Betreiber der Sportwelt GmbH nun die Insolvenz. Jetzt geht es darum, einen Betreiber zu finden, der das Bad verantwortungsvoll weiterführt. Dieser Betreiber soll im besten Fall auch die sechzig Mitarbeiter weiter beschäftigen. Denn nicht nur ein Freibad zieht jetzt die Reißleine, sondern eine ganze Reihe von unterschiedlichen Bädern ist betroffen, wie zum Beispiel die Freibäder Froschloch, Volkspark, Hardenberg und Wellinghofen. Zudem steht auch die Zukunft der Hallenbäder Hombruch, Lütgendortmund, Brackel und Mengede auf dem Spiel.