Experten sind alarmiert: Nordsee-Urlauber müssen sich fürchten

Viele bunte Strandkörbe stehen auf einem Sandstrand, vermutlich an der Nordsee. Es ist sonnig, Möwen fliegen am blauen Himmel. Im Hintergrund sind Dünen.
Symbolbild © istockphoto/atlantic-kid

Die Sommerferien klopfen an die Tür, aber mancherorts können diese richtig auf die Gesundheit schlagen. Davor müssen Nordsee-Urlauber sich jetzt fürchten.

Die Nordsee ist ein Traum. Allein ein Sonnenuntergang an der Küste ist einen Urlaub an dieses Meer wert. Ob an den Stränden der Niederlande, in den Dünen von Sylt oder an den Deichen von Nordfriesland, ein Aufenthalt an der Nordsee hat jede Menge zu bieten. Umso tragischer ist daher nun diese Nachricht, die alle Nordsee-Urlauber das Fürchten lehrt.

Nordsee jetzt ein Alptraum?

Neben den atemberaubenden Sonnenuntergängen über dem Meer bietet die Nordseeküste noch einiges mehr. Das einzigartige Naturschauspiel des Wattenmeeres, das sich entlang der Küste von Deutschland, Dänemark und den Niederlanden erstreckt, ist sogar UNESCO-Weltnaturerbe. Flora und Fauna, Windsurfen, Sturmfluten, Seehunde: Hier ist für jeden was dabei. In diesem Jahr ist in der beliebten Urlaubsregion aber besondere Vorsicht geboten. Denn der Klimawandel hat auch auf ein Paradies wie die Nordsee negative Asuwirkungen.

Im Rahmen des Klimawandels steigen die Temperaturen, so auch die der Nordsee. Allerdings hat vor Kurzem ein so heftiger Sprung stattgefunden, dass Forscher ratlos sind. Dieses Jahr übersteigen manche Stellen des Gewässers die Durchschnittstemperatur der letzten Jahrzehnte um bis zu fünf Grad Celsius. Wassertemperaturen von bis zu 17 Grad, wie sie zurzeit gemessen werden, sind demnach völlig unüblich. Was uns erst mal gemütlich erscheinen mag, hat schreckliche Folgen für die Natur. Dass die Hurrikan-Gefahr dadurch rapide ansteigt, ist nur ein Beispiel.

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Warum sich Urlauber jetzt fürchten

So gibt noch ganz andere Folgen, die auf diese Temperaturveränderungen zurückzuführen sind. Fische verschwinden aus der Nordsee. Es wird ihnen hier zu warm. Außerdem gehen die Bestände von Phyto- und Zooplankton zurück, von denen sich zahlreiche Tiere ernähren. Das eigentliche Risiko für uns Menschen sind aber weder fehlende Fische noch Plankton – die eigentliche Gefahr ist um einiges kleiner. Die Antwort lautet: Bakterien.

Je wärmer das Wasser ist, desto mehr Vibrionen-Bakterien befinden sich darin, und die sind für den Menschen alles andere als gut. Wenn ein Mensch auch nur eine kleine offene Wunde hat und damit in der warmen Nordsee baden geht, stürzen sich die Vibrionen-Bakterien darauf. Die Folgen einer Infektion sind Schüttelfrost und Fieber, auch eine Blutvergiftung ist nicht auszuschließen.

Infektion überall

Wer sich jetzt denkt, „Dann gehe ich halt nicht ins Wasser“, der sollte an dieser Stelle gut aufpassen. Neben dem Baden in der Nordsee kann nämlich auch das Fischessen riskant sein. Denn nicht nur direkt über das Wasser, sondern auch über infizierte Meeresbewohner können die schädlichen Bakterien in unsere Organismen gelangen. Wir sehen: Der Klimawandel hat tausend Gesichter und scheint überall mitzuschwimmen.