GEZ-Gebühr wird wohl viel teurer – „Genauer Beitrag steht jetzt fest“

Euromünzen und Scheine liegen auf einem GEZ-Bescheid.
Symbolbild © imago/Zoonar

Erneut soll die GEZ-Gebühr teurer werden. Der genaue Beitrag steht ebenfalls schon im Raum. Jetzt bleibt nur noch die Frage, ob der Antrag offiziell bestätigt wird.

Man kann nicht gerade behaupten, dass die GEZ-Gebühr bei der Bevölkerung beliebt ist. 18,36 Euro zahlen wir zurzeit jeden Monat, um die Sender der öffentlich-rechtlichen Rundfunkangebote zu empfangen. Was viele als ungerecht empfinden: Auch wenn man weder fern sieht noch Radio hört, ist jede in Deutschland lebende Person dazu verpflichtet, diese Kosten zu zahlen. Jetzt könnte die GEZ-Gebühr sogar noch teurer werden. Gut findet das wohl niemand.

Rundfunkbeitrag wieder teurer

Der Gedanke des Rundfunkbeitrags war vor ein paar Jahrzehnten durchaus vertretbar. Denn dadurch, dass die Finanzierung von Sendern wie ARD und ZDF sichergestellt war, konnten diese unabhängig von kommerziellen Interessen die Öffentlichkeit mit gut recherchierten Nachrichten versorgen. In Zeiten des Internets hat sich das aber geändert. An Informationen mangelt es in diesen Tagen wohl kaum.

Öffentlich-rechtliche Sender haben nach wie vor den Vorteil, dass sie ohne Werbung auskommen. Aber wenn auch Bürger, die diese Medien per se nicht nutzen wollen, für sie bezahlen sollen, wirkt das ein bisschen ungerecht. Das gilt vor allem in Anbetracht der Höhe des Beitrags. Für viele Haushalte sind die 55,08 Euro, die alle drei Monate fällig sind, stets der entscheidende Pleite-Schlag. Und diese GEZ-Gebühr soll jetzt noch teurer werden?

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Experten sprechen Empfehlung aus

Heute Nachmittag verkünden die Experten der KEF ihre Empfehlung für die geplante Erhöhung im nächsten Jahr. Die KEF ist die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten und setzt sich aus Fachleuten verschiedener Bereiche wie Finanzwirtschaft, Medienökonomie, Recht und Verwaltung zusammen. Es scheint sehr wahrscheinlich, dass ihre Empfehlung sein wird, die GEZ-Gebühr ab 2025 um 58 Cent zu erhöhen. Somit würden wir jeden dritten Monat 56,82 Euro zahlen müssen. Doch bevor man den Vorschlag der KEF in die Tat umsetzt, müssen die Bundesländer zustimmen.

Und das ist die große Hoffnung: Denn es gibt eine Reihe von Ministerpräsidenten, die sich gegen eine Erhöhung der GEZ-Gebühr positionieren. Diese käme bei der Bevölkerung zum jetzigen Zeitpunkt nämlich nicht gut an, heißt es von ihnen – womit sie definitiv recht haben. Allerdings ist es dann wiederum den Sendern vorbehalten, gegen die Länder, die sich gegen die Empfehlung aussprechen, zu klagen. Im letzten Jahr ist das bereits mit Sachsen-Anhalt geschehen. Dieses Bundesland war nämlich gegen eine Erhöhung. Am Ende des Tages hat man sie dann aber doch durchgesetzt. Es bleibt abzuwarten, wie die Entscheidung dieses Mal ausgehen wird.