Krankenkassenkarte soll abgeschafft werden für Millionen Bürger

Eine Frau hält ihre Krankenkassenkarte in der Hand. Die Karte ist von der AOK. Darauf ist ein Bild von einer jungen Frau.
Symbolbild © imago/Funke Foto Services

Millionen Bürger sind von einer neuen Änderung betroffen, denn die bisher bekannte Krankenkassenkarte soll demnächst abgeschafft werden. Der Fokus liegt auf der Modernisierung des Gesundheitswesens. 

Eine bedeutende Veränderung steht bevor: Die bekannte Krankenkassenkarte wird bald für Millionen von Bürgern nicht mehr verwendet. Diese wegweisende Änderung verspricht nicht nur eine Modernisierung des Gesundheitswesens, sondern auch eine bequemere und effizientere Nutzung für die Patienten.

Neue Gesundheits-ID soll alte Krankenkassenkarten ersetzen

Die Gesundheits-ID, eine elektronische Kennung für das Gesundheitswesen, enthält alle relevanten Informationen, die für eine medizinische Behandlung notwendig sind. Angefangen von der Krankenversicherungsnummer bis hin zu persönlichen Angaben wie Name und Geburtsdatum sind sämtliche Daten digital verfügbar. Das Neue daran: Ab 2026 soll die Gesundheits-ID die traditionelle Krankenkassenkarte für Millionen Bürger ersetzen und damit den Besuch beim Arzt revolutionieren.

Doch was bedeutet das konkret? Schon seit Anfang 2024 bieten Krankenkassen ihren Mitgliedern die Möglichkeit, eine Gesundheits-ID zu beantragen. Die Nutzung dieser digitalen Identität ist freiwillig. Sie soll den Zugang zu Online-Gesundheitsdiensten vereinfachen und die Nutzung über das Smartphone benutzerfreundlicher machen. Die Einführung der Gesundheits-ID zielt darauf ab, die Effizienz im Gesundheitswesen zu steigern und den Austausch von medizinischen Informationen sicherer zu gestalten. Außerdem soll die Einführung der Gesundheits-ID dazu beitragen, den Verwaltungsaufwand im Gesundheitswesen zu reduzieren und die Patientenversorgung zu verbessern.

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Die neue Gesundheits-ID ist nicht verpflichtend für Bürger

Doch wie sieht es mit denen aus, die kein Mobiltelefon besitzen oder sich gegen die Nutzung der Gesundheits-ID entscheiden? Keine Sorge, die herkömmliche Krankenversicherungskarte bleibt vorläufig weiterhin gültig. Es besteht also keine Verpflichtung zur Verwendung der Gesundheits-ID.

Die Sicherheit der Gesundheits-ID steht hierbei an erster Stelle. Eine Zwei-Faktor-Authentifizierung gewährleistet den Schutz der Daten. Dieses Sicherheitskonzept wurde in enger Zusammenarbeit mit führenden Datenschutzbehörden und -institutionen entwickelt. Die bevorstehende Umstellung soll den Zugang zum Arztbesuch in Zukunft erheblich einfacher und unkomplizierter machen. Die Gesundheits-ID als digitale Alternative zur Krankenversicherungskarte verspricht eine effizientere Nutzung und damit ein zeitgemäßes Gesundheitswesen, das mit den neuesten technologischen Entwicklungen Schritt hält.