Lieferung: Kriminelle locken Ahnungslose mit Post-Paketen

Zusteller bringt Pakete zu einem Kunden
Symbolbild © istockphoto/chingyunsong

Kriminelle locken ahnungslose Menschen mit Postpaketen und einer angeblichen Lieferung. Darauf sollten alle Bürger jetzt achten.

Wenn ein Paket eintrifft, ist die Vorfreude meist groß. Immer mehr Deutsche bestellen online und erhalten regelmäßig Post. Kriminelle machen sich das jetzt zunutze und betrügen ahnungslose Bürger mit Postpaketen ein.

Wie Kriminelle ahnungslose Menschen mit Postpaketen locken

Mit der Zustellung oder dem Versand eines Paketes senden die Online-Shops eine Tracking-Nummer an die Kunden. Nun weiß jeder, dass das bestellte Paket in den nächsten Tagen eintrifft. Mit dieser Nummer lässt sich der genaue Standort beim jeweiligen Zustelldienst abfragen. Der Kunde hat die Chance, einen Abstellort zu hinterlassen oder das Paket an eine Packstation schicken zu lassen. Diese Möglichkeit haben sich nun Kriminelle zunutze gemacht. Sie locken ahnungslose Menschen mit Postpaketen.

So funktioniert die Masche

Dabei ist gar keine Zustellung geplant, sondern diese wird mit einer E-Mail vorgetäuscht. Die Nachrichten stammen angeblich von UPS. Sie landen im E-Mail-Postfach oder auf dem Smartphone per SMS. Viele dieser Phishing-Mails lassen sich anhand von dubiosen Tipp- oder Rechtschreibfehlern sowie einer fehlerhaften Aufmachung relativ schnell enttarnen. Manche sind aber auch gut gemacht und schaffen es, den Nutzer auf eine andere Seite zu locken.

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Besonders häufig und beliebt sind Nachrichten von UPS und Sendungen aus dem Ausland mit Zollgebühren. Oftmals sind die Versandkosten sehr gering. Klickt man jedoch auf den Button, landet man nicht bei UPS, sondern auf der Webseite der Betrüger. Dort wird man aufgefordert, seine Kreditkarten- oder Kontodaten einzugeben, um die Zahlung zu autorisieren. Damit beginnt der Phishing-Betrug. Wer den Fehler macht und seine Kreditkartennummer eingibt, gibt wertvolle persönliche Daten preis. Genau auf diese sensiblen Daten haben es die Betrüger abgesehen. Mit den Kontodaten oder Kreditkarten können fremde Abbuchungen oder Zahlungsoptionen autorisiert werden.

Dieser Trick enttarnt jeden Betrüger

Eine einfache Methode schützt jeden vor Phishing-Mails. Bevor man auf einen Button klickt oder auf einer weiteren Seite sensible Daten eingibt, sollte man die E-Mail-Adresse überprüfen. Oft haben die Betrüger eine lange, kryptische E-Mailadresse und keinen Klarnamen. Für die Sendungsverfolgung kann man direkt auf die Seite des Zustellers gehen und die Sendungsnummer eingeben. Bei zusätzlichen Kosten oder Forderungen sollte man sich direkt an den Händler wenden.