Nachbarland führt Pfand ein: Was das jetzt für Deutsche bedeutet

In einem üblichen Supermarkt sind in einem Regal viele Flaschen Wasser, Plastikflaschen und Glasflaschen sortiert und geordnet nebeneinander aufgereiht und ordentlich in einer Linie sortiert.
Symbolbild © istockphoto/danielvfung

Bald wird in einem Nachbarland Pfand eingeführt. Was in Deutschland schon längst gängig ist, hat mittlerweile für einen regelrechten Dosentourismus gesorgt. Doch diesem droht jetzt das Aus. Das bedeutet Konsequenzen für Deutsche.

In zahlreichen Nachbarländern gibt es weder auf Flaschen noch auf Dosenpfand. Ein Nachbarland führt dieses jetzt aber ein, sodass dies auch Konsequenzen für Deutsche bedeutet.

Schluss mit dem Dosentourismus

Seit vielen Jahren gibt es auf Getränkedosen in Deutschland Pfand. Je Dose sind dies 25 Cent. Im Supermarkt oder Getränkemarkt würde das Pfand automatisch mit bezahlt und kann später bei Abgabe der Dose wieder zurückgeholt werden. Als zu Beginn der 2000er das Pfand eingeführt wurde, gab es viele Diskussionen darüber.

Mittlerweile hat sie so gut, wie jeder daran gewöhnt. Lediglich Touristen aus den Nachbarländern, bei denen es kein Pfand auf Dosen gibt, sind häufig etwas verwundert. Wer in der Grenzregion wohnt, konnte bislang in etwa den Niederlanden Getränkedosen ohne Pfand einkaufen. Daraus entwickelte sich ein regelrechter Dosentourismus.

Jetzt führt die Niederlande Pfand ein

Schon zum 1. April 2023 wird auch in den Niederlanden das Dosenpfand eingeführt. Anders als in Deutschland werden jedoch pro Getränkedose nur 15 Cent Pfand erhoben. Das ist ebenso viel Pfand, wie in den Niederlanden auf kleine Plastikflaschen erhoben wird. In den Niederlanden staffelt sich das Pfand anders als in Deutschland.

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So werden auf Bierflaschen aus Glas 10 Cent Pfand fällig, auf eine PET-Flasche ab einem Liter Fassungsvermögen 25 Cent Pfand fällig und auf PET-Flaschen unter einem Liter Fassungsvermögen werden 15 Cent Pfand erhoben. Ab 1. April wird dann pro Getränkedose 15 Cent Pfand fällig. Auch Deutsche müssen das Pfand entsprechend entrichten.

Restbestände werden ausverkauft

Eigentlich sollte das Pfand auf Dosen in den Niederlanden bereits ab Dezember 2022 eingeführt werden. Allerdings erklärten die Einzelhändler, dass noch monatelang Dosen im Verkauf sein, werden, die kein Pfandlabel tragen. Zum 1. April allerdings sollten dann so gut wie alle Dosen mit Pfand versehen sein.

Es ist allerdings möglich, dass in den folgenden Monaten dennoch Dosen ohne Pfand im Verkauf sein werden. Laut Berichten seien die Lager der Einzelhändler mit Dosen ohne Pfand noch reichlich gefüllt und diese Menge müsste erst abverkauft werden.