Proteste: Hunderte Rentner gehen in Karlsruhe auf die Straße

Symbolbild

Karlsruhe-Insider: In Karlsruhe gehen die Rentner, die vor über 30 Jahren eine Direktversicherung abgeschlossen haben, auf die Straße.

Sie machen ihrem Frust Luft, damit auch andere ältere Personen sehen, dass der Staat mit den älteren Bürgern Ärger hat.

Folgendes war passiert: Da hat ein Bürger aus Grötzingen in den 1980er Jahren eine Direktversicherung abgeschlossen, welche beim Eintritt in die Regelrente „abgabenfrei“ ausbezahlt werden sollte.

Nun hat der Bundestag 2004 eine Gesetzesänderung beschlossen. Aufgrund dieser Gesetzesänderung muss der angehende Rentner rund 24.000 Euro  an den Staat zahlen.

Dies ist schlichtweg Betrug, meinte der Rentner, und ging mit 200 anderen gleichfalls Betroffenen Bürgern vor das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe. Er und die 200 anderen Teilnehmer veranstalteten vor dem Bundesverfassungsgericht eine Kundgebung, welche vom Verein für Direktversicherte organisiert wurde.

Lesen Sie auch
Keine Allergie: Extremer Juckreiz nach einem Tag im Garten oder im Park

Die Betroffenen beklagen auch, dass sich Justiz und Politik gegenseitig die Bälle zuspielten (sinnlich betrachtet).

Vielen Bürgern ist gar nicht klar, dass sie ihre Direktversicherung beim Eintritt in die Rente zusätzlich noch einmal besteuern müssen.

Dabei waren es doch unter anderem auch die Krankenkassen, welche die Versicherten zum Abschluss einer Direktversicherung als Altersvorsorge geraten haben.