Rund 17.000 Mitarbeiter: Nächste Hiobsbotschaft bei Galerie Kaufhof

Galeria Kaufhof Gebäude bei Nacht.
Symbolbild © istockphoto/Ilari Nackel

Seit der Bekanntgabe des Insolvenzverfahrens der Galeria Karstadt Kaufhof bangen zahlreiche Mitarbeiter um ihre Arbeitsplätze. Jede Filiale, die geschlossen würde, bedeutet mehrere Entlassungen. Jetzt wurde mit einer Hiobsbotschaft bekannt, dass doch mehr als anstatt der angenommenen 60 Filialen schließen sollen.

Galeria Karstadt Kaufhof Mitarbeiter haben es derzeit nicht leicht. Aufgrund der Insolvenz des Unternehmens müssen mehrere Filialen geschlossen werden. Die Hiobsbotschaft: Anstatt 60 Filialen, wie es bisher hieß, sollen nun doch mehr Läden geschlossen werden.

Die aktuelle Situation von Kaufhof Karstadt

Laut Informationen soll es vor allem die Zentrale in Essen in Sachen Personal hart treffen. Medienberichten zufolge sollen hunderte Stellen in der Zentrale gestrichen werden. Allerdings ist das noch nicht die einzige Hiobsbotschaft, die diese Tage die Mitarbeiter erreichte. Der Sanierer, der für die Insolvenz zuständig ist, soll geäußert haben, dass in Essen und Köln 700 Stellen auf der Kippe stehen sollen.

Zudem soll bekannt geworden sein, dass von den 131 Filialen am Ende nur 48 Läden erhalten bleiben sollen. Laut Galeria Kaufhof Karstadt soll jedoch die Zahl der Filialen, die von einer möglichen Schließung betroffen sein könnten, reduziert worden sein. Wie es weiter heißt, seien aber auch die Jobs in den erhaltenen Filialen nicht sicher.

Entlassungskonditionen festgelegt

Wie aus den Medienberichten zu entnehmen ist, sollen auch die Konditionen für die entsprechenden Entlassungen festgezurrt worden sein. Mitarbeiter, die gekündigt werden müssen, sollen zwei Monatsgehälter als Abfindung erhalten. Jedoch sei diese Abfindung auf maximal 7.500 Euro gedeckelt.

Diese Einigung sei zwischen Management und Betriebsrat getroffen worden sein. Was im ersten Moment recht großzügig klingt, ist für Beschäftigte, die dem Betrieb lange Zeit angehörig waren, fast schon ein Schlag ins Gesicht.

Viele Mitarbeiter sind schon gegangen

Da sich die Entscheidungen und Informationen recht lange hinziehen, welche Filialen und Jobs erhalten bleiben, haben zahlreiche Mitarbeiter von den 17.400 Angestellten den Betrieb bereits verlassen. Sie haben ihre Kündigung entsprechend eingereicht.

Bisher stehe im Raum, dass bis spätestens Mitte März gewisse Informationen und finale Entscheidungen bekannt gegeben werden sollen. Bis dahin müssen jedoch die Mitarbeiter zittern, welche der Filialen und welche Jobs erhalten bleiben und welche nicht.