Sparmaßnahmen: Ettlingen rüstet seine Straßenlaternen um

Eine Straße ist mit Straßenlaternen beleucht
Symbolbild © istockphoto/zhaojiankang

Die Energiekrise setzt dem Land zu. Die Stadt Ettlingen hat reagiert und rüstet die öffentliche Beleuchtung und insgesamt 1.200 Straßenlaternen um.

Die Bürger von Ettlingen müssen sich umstellen. Es soll Energie gespart werden. Das wirkt sich auch auf die Straßenlaternen aus.

Schnellere Umrüstung der Straßenlaternen

Laut der Stadt sollen die Straßenlaternen in wenigen Jahren erste Früchte tragen. So ist geplant, 1.200 Leuchten auf LED umzustellen. Zum aktuellen Zeitpunkt leuchten erst 3.200 LED-Laternen auf der Straße. In diesem Jahr sollen knapp 1.300 folgen. Da hat sich Ettlingen eine große Aufgabe gestellt.

Bis 2025 sollen alle Leuchten auf LED umgestellt sein. Der erste Plan sah vor, jährlich 200 oder 300 Leuchten umzurüsten. Mit Hilfe des Gemeinderats weicht man nun von dieser Zahl ab. Der Wechsel habe etwas mit der Energiekrise zu tun. So möchte man die Einspareffekte eher herbeiführen.

Dimmung und Teilabschaltung umgesetzt

Ettlingen hat außerdem eine Dimmfunktion bei der Beleuchtung sowie eine Teilabschaltung umgesetzt. Durch die zusätzliche Umrüstung auf LED rechnet sich die Stadt einen flotten Spareffekt aus.

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Ausgetauscht werden die Lampen durch optisch ähnliche Leuchtmittel. Für die Bürger soll dadurch keine Veränderung entstehen. Im Prinzip liegt das Einsparpotenzial bei der LED-Technik bei 70 Prozent. Für Ettlingen bedeuten die Maßnahmen jedes Jahr 100.000 Euro mehr in der Stadtkasse.

Finanzierung der LED-Umrüstung in Ettlingen

Gemeinsam mit den Stadtwerken fand man die Straßenlampen mit dem größten Sparpotenzial. So tausche man in diesem Jahr lediglich die Energiefresser.

Doch dafür muss die Stadtverwaltung tief in die Tasche greifen. Die Beschaffung der neuen LED-Leuchtköpfe schlägt mit über 640.000 Euro zu Buche. Diesen Betrag muss die Stadt nicht allein aufbringen. Es gibt Fördermittel vom Bundeswirtschaftsministerium. Die Hilfe liegt bei ungefähr 25 Prozent.

An den Durchgangsstraßen und am Kreuzungsbereich stehen vor allem technische Leuchten und in den Gebieten, wo die Bürger wohnen, Pilzleuchten. Außerdem soll ein höherer Anteil an der Einkommensteuer die LEDs mitbezahlen.