Steuer-Erhöhungswelle ist auf dem Weg – „Mitten in der Inflation“

Mann bei der Steuererklärung.
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Inmitten der Inflation planen zahlreiche Kommunen und Städte eine Steuererhöhung für das nächste Jahr. Mit diesen Gebühren müssen die Bürger ab sofort rechnen.

Dem Bund der Steuerzahler liegen Informationen vor, nach denen zahlreiche Kommunen nach zusätzlichen Einnahmequellen suchen. Den Gemeinden fehlt das Geld, diese sollen von offizieller Seite ausgeglichen werden. Die ersten Pläne liegen bereits vor.

Mehr Belastungen für die Bürger

Der Abschluss für die kommunalen Haushalte ist noch nicht beendet. Von einem flächendeckenden Ergebnis einer bundesweiten Steuererhöhung kann nicht die Rede sein. Doch müssen sich die Deutschen auf weitere Belastungen einstellen.

Die Landesverbände der Steuerzahler für die Bundesländer Rheinland-Pfalz und für Nordrhein-Westfalen fürchten zum heutigen Zeitpunkt Erhöhungen der Steuersätze. Demnach kann die Grundsteuer in fast 60 Prozent aller Städte und Gemeinden in NRW im nächsten Jahr deutlich höher ausfallen. Selbst der Interessenverband der Steuerzahler warnt vor einer Erhöhungswelle der Steuern für das Wohnen.

Anstieg der Grundsteuer und Gewerbesteuer

Auch in Niedersachsen rechne der Verband mit einer höheren Gewerbesteuer und Grundsteuer. Andere Kommunen ziehen die Preise für Wasser, Abfall und Abwasser an. Gleiches dürfte den Bürgern für die Hundesteuer, die Vergnügungssteuer und die Kita-Gebühren drohen.

Am besten fragt man bei der Kommune oder Stadt nach. Außerdem erscheinen die Informationen über die anstehenden Steuern und Preisänderungen in den kommunalen Blättern und Informationsbriefen.

Höhere Parkgebühren in vielen Städten

In einigen Orten sollen die Gebühren für das Parken steigen. Ein Beispiel dafür ist Berlin. Dort wurden die Parkgebühren zum Teil um fast 100 Prozent erhöht. Fahrer zahlen anstelle der ursprünglichen ein bis drei Euro pro Parkstunde nun zwei bis vier Euro.

Die Anwohner müssen in diesem Zusammenhang mehr für ihre Vignetten bezahlen. Je nach Parkplatz und Region sind bis zu zehn Euro pro Monat fällig. Das wäre ein satter Anstieg der Kosten auf 120 Euro nur für das Parken vor der eigenen Wohnungs- oder Haustür. Im direkten Vergleich dazu kosteten vorher zwei Jahre 20,40 Euro.