Tödliche Infektionskrankheit breitet sich in Deutschland aus

Personen in einem Schutzanzug.
Symbolbild © istockphoto/Yury Karamanenko

Obwohl Deutschland bereits genügend Krisen bewältigen muss, breitet sich nun auch noch die nächste potenziell tödliche Infektionskrankheit aus. Tuberkulose-Fälle in der ganzen Republik häufen sich und versetzen viele zu Recht in Unruhe. Wenn diese Krankheit diagnostiziert wird, ist schnelles Handeln erforderlich.

Seit Jahren waren die Fallzahlen für Tuberkulose in Deutschland rückläufig, doch meldet das Robert-Koch-Institut (RKI) jetzt einen alarmierenden Anstieg von Erkrankungen. Die potenziell tödliche Infektionskrankheit breitet sich nicht nur in Deutschland, sondern auch weltweit rasant aus. Zwischenzeitlich stellte nur das Corona-Virus diese in den Schatten. Seit 2023 ist die Tuberkulose jedoch wieder auf dem Vormarsch. Umso mehr sollte man aufpassen, sich richtig informieren und auf bestimmte Anzeichen achten.

Die stille Bedrohung von Tuberkulose

Die Symptome von Tuberkulose sind oft unscheinbar, und doch können ihre Folgen verheerend sein. 90 Prozent der Erkrankten zeigen laut aktuellen Studien gar keine Symptome. Dies erschwert natürlich die rechtzeitige Diagnose. Anhaltender Husten, Erschöpfung und leichtes Fieber können erste Warnzeichen sein, die jedoch selbst erfahrene Ärzte oft mit anderen Krankheiten verwechseln.

Das Trügerische an Tuberkulose ist, dass sie lange Zeit unbemerkt im Körper verweilen kann. Erst wenn die Krankheit ausbricht, zeigt sie sich mit Symptomen wie Husten, Gewichtsverlust und Müdigkeit. Die Lunge ist dabei am häufigsten betroffen, aber auch andere Organe können infiziert werden. RKI-Präsident Dr. Lars Schaade betont daher die Wichtigkeit einer frühzeitigen Untersuchung bei anhaltendem Husten, um Tuberkulose auszuschließen.

Risikogruppen und globale Bedeutung

Tuberkulose ist nicht nur eine Bedrohung für Deutschland, sondern auch weltweit ein Problem. Insbesondere Menschen mit geschwächtem Immunsystem und bestimmten Risikofaktoren sind gefährdet. Somit warnt das RKI zurecht vor engem Kontakt mit Infizierten, aber auch vor Risikofaktoren wie HIV, Rauchen, Diabetes mellitus und Lebensumständen wie Armut.

Die Weltgesundheitsorganisation schätzt derweil, dass 2023 weltweit über 10 Millionen Menschen an Tuberkulose erkrankten, wobei 1,3 Millionen starben. Trotz medizinischer Fortschritte und Heilungschancen ist die Krankheit in vielen Teilen der Welt immer noch eine Herausforderung. Experten warnen in diesem Zusammenhang vor Antibiotika-Resistenzen und betonen die Bedeutung von präventiven Maßnahmen und verbessertem Zugang zu Gesundheitsdiensten. Nur so kann man ein weiteres Ausbreiten in Dritte-Welt-Ländern stoppen. Der Anstieg der Tuberkulose-Fälle in Deutschland und weltweit zeigt somit, dass diese Infektionskrankheit immer noch eine Bedrohung darstellt, die es ernstzunehmen gilt und die eine koordinierte und umfassende Reaktion erfordert.