Über 10.000 Mitarbeiter: Galeria Kaufhof eröffnet offiziell Insolvenz

Das grüne Logo einer Galeria Kaufhof Filiale wird abgenommen. Zwei Bauarbeiter sind gesichert und schweben an der Wand des Gebäudes.
Symbolbild © istockphoto/FooTToo

Galeria Kaufhof hat erneut Insolvenz angemeldet und über 10.000 Mitarbeiter stehen nun vor einer unsicheren Zukunft. Der Rechtsanwalt des Unternehmens will versuchen, möglichst viele der über 60 Filialen zu retten.

Die Zukunft eines der angesehensten Einzelhandelsriesen Deutschlands hängt am seidenen Faden. Galeria Karstadt Kaufhof hat offiziell Insolvenz angemeldet und über 13.000 Beschäftigte bangen damit um ihre Arbeitsplätze. Doch während das Schicksal des Unternehmens auf Messers Schneide steht, besteht noch eine Aussicht auf Rettung, die einen Funken Hoffnung bringt.

60 Filialen und 12.800 Arbeitsplätze stehen vor dem Aus

Das Amtsgericht Essen hat den ersten Schritt unternommen, um das in Schwierigkeiten geratene Unternehmen zu unterstützen, indem es das Insolvenzverfahren eröffnet hat. Nun beginnt eine Zeit der Unsicherheit und Besorgnis für die Mitarbeiter, während hinter den Kulissen intensiv an Lösungen gearbeitet wird.

Rechtsanwalt Stefan Denkhaus, der bisher als vorläufiger Verwalter fungierte, übernimmt nun die Leitung als offiziell ernannter Insolvenzverwalter. Während er in Verhandlungen mit potenziellen Geldgebern steht, kämpft er darum, möglichst viele der über 60 Filialen zu erhalten. Doch es steht viel auf dem Spiel, da über 12.800 Arbeitsplätze gefährdet sind, falls das Unternehmen keine bessere Lösung findet. Die Situation erfordert daher eine schnelle und effektive Handlung.

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Galeria Kaufhof sucht nach passendem Investor

Diskussionen mit zwei potenziellen Investoren, die umfangreiche Erfahrung im deutschen Einzelhandel haben, laufen aktuell auf Hochtouren. Doch auch die Vermieter stehen im Fokus, da eine drastische Verringerung der Mietkosten ein Teil des Sanierungsplans ist. Sollten die Vermieter nicht kooperieren, drohen weitere Geschäftsschließungen und damit verbunden der Verlust vieler Arbeitsplätze. Die Versammlung der Gläubiger am 28. Mai wird über den Sanierungsplan abstimmen, der entscheidet, ob Galeria Kaufhof eine Zukunft hat oder ob das traditionsreiche Unternehmen den Anforderungen nicht standhalten kann. Während die Mitarbeiter in Ungewissheit verharren, bleibt die Hoffnung auf eine Rettung des Warenhauskonzerns bestehen. Es bleibt jedoch abzuwarten, ob die Verhandlungen erfolgreich sein werden und Galeria Kaufhof seine Türen für Kunden und Mitarbeiter weiterhin öffnen kann.