„Unruhen“: Kult-Touristenattraktion an der Ostsee vor dem Aus

In einem Hafen am Wasser sind viele, bunte Boote angelegt. Daneben sind Häuser und eine Promenade zu sehen. Das Wasser ist blau.
Symbolbild © imago/Panthermedia

Diese Kult-Touristenattraktion an der Ostsee steht womöglich vor dem Aus, was für Unruhe unter den Bewohnern und Touristen sorgt. Die geplanten Veränderungen treffen auf wenig Zustimmung.

An der malerischen Ostseeküste zieht ein Sturm auf, der nicht nur die Fischernetze durcheinanderwirbelt, sondern auch die Herzen vieler Urlauber schneller schlagen lässt. Eine Kult-Touristenattraktion an der Ostsee steht vor bedeutenden Veränderungen, die nicht bei allen auf Zustimmung treffen.

Betroffene finden diese kommende Veränderung unzumutbar

Die Stadt Rostock plant eine umfassende Erneuerung des historischen Fischmarktes auf der Mittelmole. Anstelle der charmanten, aber veralteten Verkaufsstände will die Stadt einheitliche, moderne Container aufstellen. Diese Pläne stoßen jedoch auf starken Widerstand der Fischhändler. In einer Petition, die bereits über 30.000 Unterschriften gesammelt hat, wird darauf hingewiesen, dass eine solche Maßnahme nicht nur die Kosten erhöhen, sondern auch den Charme des Fischmarktes beeinträchtigen würde. Die Stadtverwaltung betont, dass die bisherigen Verkaufsstände nicht nur unansehnlich, sondern auch potenziell gefährlich seien. Eine Sprecherin warnt, dass bei Hochwasser die Möglichkeit bestehe, dass diese einfach weggespült werden könnten. Zudem müsse die Zufahrt für Rettungskräfte langfristig gesichert werden. Trotzdem sehen die Fischer in der geplanten Miete für die neuen Container eine unzumutbare finanzielle Belastung.

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Ein Stück Geschichte könnte einfach ausradiert werden

Die Gefühle kochen über und die Stimmung ist angespannt. Die Fischer und ihre Unterstützer fürchten, dass die traditionelle Atmosphäre des Fischmarktes verloren gehen könnte, wenn moderne Container die rustikalen Verkaufsstände ersetzen. Ein Fischer betont, dass der Fischmarkt nicht nur ein Ort des Handels sei, sondern auch ein lebendiges Stück Geschichte. Die Stadt Rostock zeigt sich überrascht über den starken Widerstand. Die Verwaltung betont, dass bisher Einigkeit über die grundlegende Umstellung auf feste Verkaufscontainer geherrscht habe. Dennoch signalisiert sie Gesprächsbereitschaft und erklärt, dass sie bereit sei, erneut mit allen Beteiligten zu sprechen.

Ob die Petition und der wachsende Protest die Pläne der Stadt letztlich ändern können, bleibt abzuwarten. Sicher ist jedoch, dass die Zukunft des Fischmarktes in Warnemünde eine ganze Region bewegt.