„Völlig überlastet“: Deutsche Windräder stehen vor Abschaltung

Auf einem weiten, braunen Feld mit benachbarter Wiese stehen zahlreiche Windräder einer Windkraftanlage, die für eine klimafreundliche Versorgung der Bevölkerung stehen.
Symbolbild © imago/Ardan Fuessmann

Aufgrund der völligen Überlastung des Netzes stehen viele deutsche Windräder vor der Abschaltung. Dies hat sowohl für die Betreiber als auch für die Endkunden enorme Folgen.

Viele deutsche Windräder stehen kurz vor der Abschaltung. Dies liegt unter anderem an der Überlastung des Netzes. Die Folgen dafür bekommen nicht nur die Betreiber, sondern auch die Endverbraucher zu spüren.

Deutsche Windräder fürs Klimaziel

Deutschland setzt derzeit auf den Ausbau der erneuerbaren Energien, denn das Land möchte bis 2045 klimaneutral werden. Ein wichtiger Schlüssel zum Erreichen dieses Ziels sind die deutschen Windräder. Dank dieser haben wir schon die Hälfte des Zwischenziels erreicht. Dies bestand darin, den grünen Strom im Gegensatz zu 2021 zu verdoppeln. 52 Prozent haben wir dank der Windräder schon erreicht. Doch aufgrund eines großen Problems stehen viele deutsche Windräder kurz vor der Abschaltung. Einige wurden bereits abgeschaltet. Die Folgen betreffen sowohl die Betreiber der Räder als auch uns als Endkunden direkt.

Deutsche Windräder vor der Abschaltung – das ist das Problem

Denn die Windräder und die daraus gewonnene Energie sind schneller bereit, als Deutschland bereit ist für die Räder und die erneuerbaren Energien. Die vielen nötigen Genehmigungsverfahren nehmen so viel Zeit in Anspruch, dass das Netz an erneuerbaren Energien zu langsam ausgebaut wird. Aus diesem Grund ist das bereits bestehende Netz vollkommen überlastet. Der von den Windrädern erzeugte Strom kann nicht abtransportiert werden, weshalb viele Betreiber ihre Windräder abschalten müssen. Die Abschaltungen sollen verhindern, dass das Netz überlastet wird. Somit wird der grüne Strom einfach verschwendet. Hinzu kommt, dass die Kosten für die Abschaltung zum Schluss der Endkunde bezahlt.

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Dieses Problem besteht jedoch längst nicht nur bei den Windrädern. Auch andere grüne Energiequellen wie Biogas-, Solar- und Wasseranlagen sind von diesem Problem betroffen. Dies führt dazu, dass die Betreiber aufgrund der fehlenden Verwendung ihrer Energien Entschädigungen erhalten. Allein 2023 zahlte man ihnen 3,1 Milliarden Euro, die auf die Endkunden umgelegt wurden. Da Experten bis 2026 mit Entschädigungskosten von ca. 6,5 Milliarden Euro jährlich rechnen, treibt dies die Strompreise in die Höhe. Dieser Entschädigungsanteil soll bis 2035 ungefähr 23 Cent pro Kilowattstunde betragen. Dies könnte dazu führen, dass die Menschen in Deutschland die Energiewende nicht mehr akzeptieren, warnen Experten.