Vor Aus: Familienunternehmen muss nach 130 Jahren dicht machen

Produktionsstraße einer Getränkeabfüllanlage.
Symbolbild © istockphoto/DedMityay

Ein Familienunternehmen steht jetzt nach über 130 Jahren vor dem Aus. Das Traditionsunternehmen muss schon bald seine Tore für immer schließen. Es gab offenbar keine andere Lösung mehr.

Schon bald wird das Familienunternehmen für immer geschlossen. Ein Traditionsunternehmen steht kurz vor seinem Aus. Die Förderbänder werden dann für immer stillstehen.

135 Jahre – Jetzt ist Schluss

Ganz Deutschland ist diese Sektkellerei bundesweit bekannt. Leider geriet das Unternehmen nach fast 135 Jahren in eine Notlage. Bis vor Kurzem stand sogar eine Kooperation mit einem Marketingexperten in Aussicht, doch diese mögliche Partnerschaft kam nicht zustande. So bleibt dem Unternehmen nur der Schritt zu schließen.

Die Sektkellerei Rilling ist zwar nicht von einer Insolvenz betroffen, aber die Gründe für das Schließen der beliebten Getränkemanufaktur sind klar und deutlich. 1887 gründete Ludwig Rilling in Stuttgart Bad Cannstatt in Baden-Württemberg die Weinhandlung, auf der die Sektkellerei 1935 aufgebaut wurde.

Renommiertes Unternehmen vor dem Aus

Wie das Unternehmen mitteilte, seien das Marktumfeld im Bereich von Schaumweinen und Sekt „seit Jahren schwierig“, so steht es in verschiedenen Medienberichten. Das Sortiment besteht aus rund 30 verschiedene Sektsorten. Dies sei, ein zu breites Sortiment, wie es hieß. Zu Weihnachten 2022 sollen sich die Preise noch einmal erhöht haben.

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Die Nachfrage der Verbraucher habe sich verändert. Dies und weitere Faktoren führte nun dazu, dass das Unternehmen Rilling Sekt zum September seine Schließung angekündigt hat. Auch die Mitarbeiter wären bereits informiert und seien in den Prozess eingebunden worden, wie es hieß.

Die Probleme seien bekannt

Wie es in Medienberichten heißt, sei der Absatz bei Rilling bereits seit den 1990er Jahren rückläufig. Durch die veränderten Verhaltensweisen der Kunden in Konsum und Verbrauch sei das Unternehmen nach und nach ins Niedrigpreis-Segment abgerutscht. Zudem hätte es am neuen Zielgruppen gemangelt.

Ebenfalls schwierig soll sich die „unterdurchschnittliche Vertretung im Einzelhandel“ auf das Unternehmen ausgewirkt haben. Nach über 130 Jahren wird der Betrieb in diesem Jahr im September endgültig eingestellt.