Wird langsam rar: Polizei setzt Speiseöl gegen Klimakleber ein

Die angeklebte Hand eines Klimaaktivisten wird von einer Straße gelöst
Symbolbild © istockphoto/gabort71

Die Klimakleber ziehen viele negative Presse und Reaktionen auf sich. Nun kommt es durch Speiseöl zu erneuter Kritik.

Im letzten Jahr nimmt die Anzahl an Demonstrationen durch Blockaden stark zu. Die Aktivisten kleben sich hierbei an Bundesstraßen oder Flughäfen. Auch Kunstwerke werden bereits von den Demonstranten beworfen und verschmutzt.

Die Aktionen führen auch zu höheren Kosten

Rund 1.020 Stunden ist die Polizei im vergangenen Jahr für die umstrittenen Proteste im Einsatz. Auch zu höheren Kosten kommt es durch die Aktionen: Durch Staus und Umleitungen soll hier ein Mehraufwand von über 60.000 Euro entstehen. Mit den Protesten möchte die Umweltschutzbewegung Letzte Generation auf ihre Themen aufmerksam machen.

Die Baden-Württembergische Polizei sei laut eigenen Angaben sehr gut vorbereitet auf die Klimakleber. Schon sehr früh habe sich diese mit dem Lösen der Protest-Aktionen beschäftigt. Mit Pflanzenöl gelingt es den Beamten, den Kleber der Aktivisten binnen 30 bis 90 Minuten zu lösen.

Viele sind nicht erfreut über diese Maßnahme

Die sowieso schon umstrittene Demonstranten-Gruppe zieht damit noch mehr Zorn der Bürger auf sich. Denn die Speise-Öl-Preise steigen im vergangenen Jahr rasant an, sodass das Öl sehr teuer und vor allem auch sehr knapp ist.

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Im Netz beschweren sich deshalb nun viele User über die Verwendung des Speiseöls für das Lösen der Kleber. Stattdessen wird teilweise auch vorgeschlagen, die Aktivisten einfach kleben zu lassen und den Verkehr einfach umzuleiten.

Die Polizei zieht auch eine Präventivhaft in Betracht

Die Polizei befürchtet, dass die Aktionen der Letzten Generation in Zukunft auch eskalieren könnten. Die Baden-Württembergische Polizei denkt deshalb über eine Präventivhaft nach. Diese wird bereits im Nachbarbundesland Bayern umgesetzt. Hier werden Aktivisten bereits verhaftet, wenn sie weitere Demonstrationen auf Straßen in Form von Kleben ankündigen.

Noch seien die Baden-Württembergischen Regeln nicht auf einen solchen Fall anzuwenden, da bisher nur Suizidgefährdete oder stark alkoholisierte Menschen unter Präventivhaft gestellt werden können. Auch ist die Haft bisher nur auf maximal zwei Wochen beschränkt.