1000 Arbeiter: Große Traditionsbäckerei wieder in der Insolvenz

Brote in einer Bäckerei. Verschiedene Sorten von Brot aus unterschiedlichem Teig und eine große Auswahl an Brötchen und Baguettes befindet sich in Bast-Körben, die in den Regalen nebeneinander aufgereit sind.
Symbolbild © istockphoto/wsfurlan

Eine große Traditionsbäckerei befindet sich wieder der Insolvenz. Erneut blicken damit 1.000 Mitarbeiter in eine ungewisse Zukunft. Welche Gründe das Unternehmen erneut in die Pleite getrieben haben und wie es weitergehen soll, erfahrt ihr hier.

Schon wieder blicken 1.000 Mitarbeiter in eine ungewisse Zukunft, denn eine große Traditionsbäckerei hat erneut Insolvenz angemeldet. Die Gründe kennen leider viele Unternehmen nur zu gut. Wie die weiteren Pläne derzeit aussehen, erfahrt ihr in diesem Artikel.

Nicht die erste Insolvenz

Schon im August 2017 meldete die große und beliebte Traditionsbäckerei das erste Mal Insolvenz an. Bereits damals plagten das Unternehmen nicht nur die gestiegenen Rohstoffpreise. Das andere große Problem waren die Kunden. Denn diese kauften ihre Backwaren lieber beim Discounter ein. Dies ist für die meisten nicht nur praktisch, weil es die Backwaren direkt im Laden gibt, sondern hier sind Brötchen und Co. auch sehr viel günstiger als beim Bäcker. Dieses Kaufverhalten setzte der Bäckerei schon damals zu und sorgte für die Pleite. Rund 280 Angestellte in 45 Filialen in Thüringen mussten damals um ihre Zukunft bangen.

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Neue Insolvenz, alte Gründe

Nun hat die Traditionsbäckerei Sternenbäck erneut Insolvenz angemeldet. In der Pressemitteilung vom 27. Mai 2024 heißt es von der Sternenbäck-Gruppe, dass das Unternehmen einen Antrag auf ein Sanierungsverfahren in Eigenverwaltung gestellt habe. In fünf Bundesländern gibt es derzeit 123 Filialen mit ca. 1.000 Mitarbeitern. Das Ziel sei es, einen geeigneten Investor für die Traditionsbäckerei zu finden. Die Suche laufe laut dem Rechtsanwalt Lutz Maschlanka von der Kanzlei RSM Ebner Stolz schon auf Hochtouren.

Die genannten Gründe für die Insolvenz sind für viele Unternehmen ein Problem. Auch die Traditionsbäckerei hat aktuell mit steigenden Produktionskosten und einem sich enorm wandelnden Marktumfeld zu kämpfen. Insbesondere die Kosten für Energie, Personal und Rohstoffe sind enorm gestiegen. Dadurch habe sich auch die Wettbewerbsfähigkeit sehr verschlechtert. Umso wichtiger ist es nun, dass die Sternenbäck-Gruppe einen geeigneten Investor findet. Sonst könnte es ihr gehen wie anderen Unternehmen, die am Ende ihre Türen für immer schließen mussten.