Aldi will Preise deutlich senken – Bürger sind sauer

Einkaufswagen vor dem Kühlregal in einer Supermarktkette.
Symbolbild © istockphoto/Aleksej Sarifulin

Bei Aldi sollen die Preise deutlich günstiger werden. Doch dies sorgt nicht nur für Freude bei den Kunden. Manche Bürger sind sogar richtig sauer auf den Discounter. Deswegen hagelt es jetzt Kritik.

Aldi dreht als Discounter mächtig an der Preisschraube. So will der Supermarkt zahlreiche Produkte deutlich günstiger machen. Was die einen sehr freut, macht die anderen Bürger sauer. Der Discounter erntet einige Kritik.

Aldi geht in die Preisoffensive

Viele Kunden dürften sich über die angehende Preisoffensive von Aldi Süd sehr freuen. Denn derzeit sorgt die Inflation für leere Geldbeutel. Da kommen günstigere Preise für Lebensmittel und Alltagsprodukte wie gerufen. Wirft man einen Blick in die Gemüse- und Obstabteilung, so zeigt sich ein erschreckendes Bild. Im Einzelfall kostete eine Gurke  im Supermarkt sogar bis zu 3,29 Euro. Dem möchte Aldi nun entgegenwirken. Erst kürzlich hat der Discounter die Preise für Butter und Milch gesenkt, jetzt sollen auch Obst und Gemüse an der Reihe sein. Augenscheinlich freut sich aber nicht jeder über den Preisnachlass. So gibt es auch einiges an Kritik, die derzeit an den Discounter gerichtet wird.

Aldi will den Rotstift ansetzen

Der Discounter verspricht, die Preise um bis zu ein Drittel herunterzuschrauben. Die Preisoffensive soll in allen 2.000 Filialen durchgeführt werden. Eine Woche lang will der Discounter die Preise auf einem niedrigen Niveau halten. Das zumindest soll das Unternehmen selbst kundgetan haben. Außerdem soll Aldi angegeben haben, dass seit Anfang des Jahres 2023 über 300 Artikel bereits einer dauerhaften Preissenkung unterlägen.

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Die Niedrigpreiskampagne kommt bei den Kunden sicherlich gut an. Doch die Erzeuger freuen sich eher weniger über die angekündigten Preisnachlässe bei Aldi. Schon seit einigen Wochen gibt es hauptsächlich in Bayern Proteste gegen solche Preisoffensiven. Die Landwirte protestieren mit Transparenten, Gesten oder auch mit ihren Traktoren auf den Parkplätzen.

Erzeuger verurteilen Preisoffensive

Während die Landwirte Aldi vorwerfen, dass der Discounter sich immer wieder für Tierwohl ausspreche, auf der anderen Seite aber nicht offen dafür sei, die entsprechenden Preise für Fleisch und Milchprodukte zu verlangen, rechtfertigt Aldi sein Handeln.

Der Discounter erklärte, man sei „immer an einer fairen Preisfindung interessiert, die vor allem auch die hohen Qualitätsstandards der Landwirtschaft widerspiegelt“. Gleichzeitig verwies der Konzern darauf, dass es seit vielen Jahren eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Lieferanten gebe.