Bauernverband fordert noch höhere Preise für Lebensmittel

Symbolbild © istockphoto/Smederevac

Die Preise steigen überall. Auch in der Landwirtschaft. Jetzt geraten die Bauern wegen steigender Produktionskosten unter Druck. 

Jetzt drohen den Endverbrauchern weiter Preissteigerungen, den der Präsident des Bauernverbandes wendet sich mit einer dringenden Forderung an den Einzelhandel.

Steigende Produktionskosten in der Landwirtschaft

„Wir brauchen zwingend höhere Verkaufserlöse, um überhaupt weiter wirtschaften zu können.“

Denn die Landwirte haben erheblich höhere Ausgaben bei der Produktion. Diesel, Dünger und Futtermittel sind deutlich im Preis gestiegen.

Er sagt weiterhin: „Diese massiven Kostensteigerungen können die Landwirte nicht alleine schultern, sie müssen auch an die Verbraucher weitergegeben werden“.

Er appelliert damit an die Supermärkte und Discounter, die Preise zu erhöhen.

Bauern müssen die Mehrkosten tragen

Der Präsident des Bauernverbandes (DBV) gibt an, dass die Supermärkte und Discounter die Mehrkosten an die Bauern weitergeben, damit die Preissteigerungen nicht an den Einzelhändlern hängen bleiben.

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Die Landwirtschaft hat schon lange mit der Inflation zu kämpfen. Schon vor dem Ukraine-Krieg. Doch jetzt ist die Situation nochmals angespannter geworden.

Die Lebensmittelkosten für die Verbraucher sind bereits stark angestiegen. Laut einer Studie um 6 Prozent. Seit Anfang des Jahres 2021.

Getränke sind um durchschnittlich 16,6 Prozent im Preis gestiegen. Für das Jahr 2022 wird ein Preisanstieg von insgesamt mehr als 10 Prozent erwartet.

Werden die Forderungen des Bauernverbandes realisiert, könnten die Preise für die Verbraucher noch mehr steigen.

Bauernverband mit Vorschlägen für die Politik

Die deutschen Landwirte erwarten im Herbst zweistellige Preiserhöhungsraten bei den Lebensmitteln. Deswegen werden auch konkrete Forderungen an die Politik gestellt.

Der stellvertretende DBV-Generalsekretär Udo Hemmerling macht auch gleich Vorschläge:

Die Gasversorgung der Landwirtschaft soll den Status der Systemrelevanz erhalten. Zudem soll ein Kreditprogramm für Düngemittel, Futter und Treibstoff aufgelegt werden.

Er hält außerdem die EU-Pläne, ab, kommendem Jahr größere Mengen an Weizen anzubauen, für sehr sinnvoll.